Brasilien 2026: In der Allegris Business Class Suite der Lufthansa nach Rio de Janeiro

Es ist immer wieder ein super Gefühl wenn der Tag des Urlaubs nach Monaten harter Arbeit und Alltag näher rückt. Dieses Mal stand Brasilien auf unserer Liste. Land und Leute würden rund 4 Wochen von uns erkundet werden. Los ging es erstmal mit dem fast zwölfstündigen Flug nach Rio de Janeiro. Den Flug hatten wir schon letztes Jahr im September bei der Lufthansa gebucht. Mit dem Zug fuhren wir von Düsseldorf nach Frankfurt und flogen von dort mit der Boeing 787-900 zum internationalen Flughafen GIG nach Rio de Janeiro.

Eine Woche vor Abflug gönnten wir uns noch ein Update in die Business Class. Der Dreamliner war bereits mit der neuen Allegris Business Class ausgestattet.

Die Verbindung mit dem Zug lief nach Plan und um 19:45 Uhr erreichten wir den Frankfurter Flughafen.

Ab zum Frankfurter Flughafen
Ab zum Frankfurter Flughafen

k-3

Wir gaben das Gepäck am Businessschalter ab, passierten die Passkontrolle und nahmen in der Business Lounge der Lufthansa am Gate B25 noch einen Happen zu uns. Hier organisierte Marcel auch noch anderen Sitzplatz für uns. Nämlich die erste Reihe im Dreamliner. Die Allegris Suite kostet bei normaler Buchung 600 Euro pro Person. Ein echter Mondpreis. Aber dafür hat die Business Suite großzügige Einzelsitze mit hohen Wänden, Schiebetür (auf unserem Flug nicht nutzbar), Garderobe und persönliche Minibar (enthalten waren dort aber nur zwei Wasserflaschen).

Der Jumbo - nicht unser Flieger aber dafür eines der schönsten
Der Jumbo – nicht unser Flieger aber dafür eines der schönsten
Snack in der Business Lounge
Snack in der Business Lounge

Um 21:30 Uhr begann das Boarding und wir begaben uns zum Gate. Wir konnten uns direkt in den Flieger begeben und in der großen Suite Platz nehmen. Eine kleine Tischlampe gab eine schöne warme Beleuchtung ab. Und auf dem riesigen Fernseher konnten wir uns das Entertainment Programm ansehen. Wenn wir wollten. Ich wollte eigentlich nur eins: Schlafen.

Lufthansa Allegris Business Suite
Lufthansa Allegris Business Class Suite

Lufthansa Allegris Business Suite

Wir saßen nebeneinander und konnten uns so auch problemlos unterhalten. Eine persönliche Begrüßungskarte mit spezieller Auswahl an Getränken nur für Suitegäste lag am Platz für uns bereit. Die erste und die letzte Reihe sind übrigens die einzigen Plätze, bei denen man direkt nebeneinander sitzen kann. Ansonsten wurde die Allegris Business Class versetzt gebaut.

persönliche Begrüßungskarte
persönliche Begrüßungskarte

Lufthansa Allegris Business Class Suite

Lufthansa Allegris Business Class Suite

Lufthansa Allegris Business Class Suite

Viel Platz in der Lufthansa Allegris Business Class Suite
Viel Platz in der Lufthansa Allegris Business Class Suite

Die Flugbegleiter reichten uns ein Willkommensgetränk und wir machten uns mit den Annehmlichkeiten der Suite vertraut. Eine Sitzheizung, wie in Internet zur Allegris lesbar gab es allerdings nicht. Auch eine Schiebetür für die Privatsphäre mit der man die Kabine schließen konnte, war noch nicht vorhanden. Laut Flugbegleiter hatte diese noch keine Genehmigung 😅. Da fragt man sich, wie Qatar das gemacht hat.

Cheers auf den Urlaub
Cheers auf den Urlaub

Was soll’s wir freuten uns eigentlich eh nur darauf, gleich vernünftig schlafen zu können. Bei einem 12 Stunden Flug ist eine Liegeposition einfach purer Luxus.

Als das Boarding aller Passagiere beendet war, konnte es pünktlich um 22:15 Uhr los gehen. Turbulenzen waren keine zu erwarten und ich hoffte, das der Pilot und ich die gleiche Meinung zur Intensität von Turbulenzen hatten 🤣.

Nach zwei Stunden wurde das Essen bestehend aus Vorspeise, Zwischengang, Hauptgericht und Dessert serviert. Die Vorspeise war für alle Passagiere gleich, beim Zwischengang und der Hauptspeise konnte man aus drei Alternativen (Fisch, Fleisch, Vegetarisch) wählen. Wir bekamen außerdem auch schon die Frühstückskarte gereicht. Hier mussten wir einfach nur ankreuzen, was wir gerne haben wollten.

Menükarte auf dem Flug von Frankfurt nach Rio de Janeiro
Menükarte auf dem Flug von Frankfurt nach Rio de Janeiro

Ich bestellte mir als Aperitif den Avionic Royal, der in der Karte für die Suite-Gäste angezeigt wurde. Erfrischend lecker und nicht so bitter, wie der Aperol Spritz. Marcel nahm einen Champagner. Standesgemäß 🤣. Wenn man schon mal Busi fliegt.

persönliche Karte für die Lufthansa Allegris Business Class Suite Passagiere
persönliche Karte für die Lufthansa Allegris Business Class Suite Passagiere

Das Essen war sehr lecker und gegen 01:00 Uhr konnten wir uns bettfertig machen. Dazu bekamen wir ein Schlafanzugoberteil von Schiesser gereicht. Leider keine passende Hose. Ich putzte noch schnell die Zähne und hoffte, dass ich ein bisschen schlafen konnte. Eigentlich esse ich nie so spät und im Nachhinein hätte mir auch ein schnelles Abendessen gereicht.

k-15

k-16

k-17

k-18

Platzmangel herrschte in der Suite nicht und wir konnten tatsächlich ein paar Stunden tief schlafen. Turbulenzen gab es keine und erst kurz vor dem Frühstück wurden wir wach.

k-19

Wir bekamen unsere Auswahl serviert und konnten das Frühstück über den Wolken genießen. Schade, dass ich nicht hinausgucken konnte. Im Gang sitze ich nicht so gerne. Wenn es schaukelt, guck ich am liebsten raus. Aber das sollte in diesem Urlaub nicht der einzige Gangplatz bleiben.

Frühstück
Frühstück

Pünktlich erreichten wir Rio de Janeiro. Zum Abschied bekamen wir noch richtig leckere Pralinen in Herzform von Lindt gereicht. Die zergingen auf der Zunge und sollten im Urlaub für einen süßen Snack herhalten. Apropos Snack. In der Suite gibt es nur für die Passagiere in der ersten Reihe exklusive Süßigkeiten. Da wird schon ein echt großer Aufwand betrieben. Aber für 600 Euro Aufschlag darf man vermutlich auch was erwarten. Bezahlt hätten wir den Preis definitiv nicht, da wir auf das ganze Drumherum auch verzichten könnten. Die Liegeposition ist das einzige was zählt, das andere nur Beifang 😂.

Die Pralinen waren ein Traum
Die Pralinen waren ein Traum

Bis wir durch das weiträumige Flughafengebäude an der Gepäckausgabe waren, kreiste dieses schon auf dem Band. So konnten wir direkt zur Passkontrolle gehen und den Flughafen verlassen. Wartezeit hatten wir keine.

Endlich angekommen - Willkommen in Rio
Endlich angekommen – Willkommen in Rio

Endlich angekommen - Willkommen in Rio

Unser Hotel – das fabelhaft bewertete Windsor Marapendi – lag etwa 1 Stunde vom Flughafen entfernt und außerhalb der Stadtmitte. Da wir bereits um 5 Uhr gelandet waren, würde die Zeit bis zum Check-in im Hotel ewig dauern. Early Check-In hatten wir tatsächlich in keinem Hotel gefunden. Wir hatten mehrere Hotels vorab angeschrieben aber auch gegen Extrabezahlung wurde uns kein früher Check-In angeboten. Da wir nach dem langen Flug nicht direkt die Stadt erkunden wollten, hatten wir uns deshalb für das Windsor Marapendi direkt am Strand Barra da Tijuca entschieden, da wir dort auch bereits den Pool nutzen konnten.

Mit dem Uber ließen wir uns zum Hotel fahren und gaben das Gepäck ab. Danach beschlossen wir einen kurzen Ausflug zum gegenüberliegenden langen Sandstrand zu machen.

Wir spazierten am Meer entlang und genossen die frühmorgendliche kühle Luft am Strand. 

k-26
Am Strand Barra da Tijuca

Noch war nichts los und entspannt schlenderten wir durch den Sand.

Am Strand Barra da Tijuca

Am Strand Barra da Tijuca

Eine Welle meinte es allerdings gar nicht gut mit uns und da wir die Schuhe angelassen hatten, überspülte diese unsere Füße ehe wir ausweichen konnten. Ob die Schuhe heute bei der feuchten Luft trocknen würden? Vermutlich nicht. Und morgen früh ging es bereits weiter nach Foz do Iguazu.

Am Strand Barra da Tijuca

Letztendlich hätten wir uns lieber für ein Hotel am Flughafen entscheiden sollen, so dass wir uns Zeit und Geld fürs Uber fahren in der Stadt hätten sparen können. Aber hinter her ist man immer schlauer.

Mit Blick auf die wunderbare Landschaft kehrten wir um und liefen zurück zum Hotel.

Am Strand Barra da Tijuca

Marcel gönnte sich eine gekühlte Kokosnuss in einer Strandbar.

k-31

Am Hotelpool machten wir es uns im Schatten gemütlich und warteten Stunde um Stunde bis zum Check-In.

k-34

Die Aussicht war traumhaft und so langsam erwachte auch das Strandleben.

Blick auf den Strand Barra da Tijuca vom Hotel Windsor Marapendi
Blick auf den Strand Barra da Tijuca vom Hotel Windsor Marapendi

Blick auf den Strand Barra da Tijuca vom Hotel Windsor Marapendi

Blick auf den Strand Barra da Tijuca vom Hotel Windsor Marapendi

Früher wären wir direkt losgezogen aber mit den Jahren wird man älter und irgendwie hält man dann solche frühen Starts nicht mehr aus. Fast 20 Jahre um die Welt zu reisen, hinterlässt dann irgendwann auch Spuren. Zumal wir morgen schon wieder um 7 Uhr im Flieger saßen.

Wir schliefen ein wenig, kühlten uns im Pool ab und konnten dann endlich aufs Zimmer. Erst hatten wir überlegt, eine Runde Golf spielen zu gehen. Aber in Rio war das nicht so einfach. Auf einem Platz fand ein Turnier statt, der andere war nur für gute Handicapper und noch ein anderer nahm gar keine Gäste. So blieben wir auf dem Zimmer, ruhten uns aus und gingen noch einmal an den Pool.

k-35

k-38

Wir gingen noch in einen nahegelegenen Supermarkt und kauften ein paar Getränke und Chips ein.

Marcel suchte nach einer passenden Location fürs Abendessen und gegen 18 Uhr machten wir uns auf den Weg zu einem nahegelegenen Shoppingcenter, um in der Churrascaria Fogo de Chão Barra essen zu gehen. Mit dem Uber ging es zum Barra Shoppingcenter, durch das wir zunächst laufen mussten, um zum Restaurant zu kommen. 

Eine Churrascaria ist ein traditionelles brasilianisches Steakhaus. Der Name leitet sich von „Churrasco“ ab, der typischen Art, Fleisch über dem offenen Feuer oder der Glut zu grillen. Das Prinzip ist einfach: Das servierte Fleisch wird nach dem sogenannten „Rodízio“-Prinzip (Kreislauf) gereicht. Kellner, die sogenannten Passadores oder Gauchos, gehen mit großen, frisch gegrillten Fleischspießen von Tisch zu Tisch und schneiden das Fleisch direkt vor den Augen der Gäste auf den Teller.Man zahlt einen Festpreis und entscheidet selbst, wann man das Essen beendet. Meist hat man eine kleine Karte auf dem Tisch – ist die grüne Seite oben, wird weiter serviert, dreht man auf Rot, gibt es eine Pause. Dazu gibt es ein reichhaltiges Beilagenbuffet mit Salaten, warme Beilagen wie Bohnen, Reis sowie Brot und diverse Saucen. Nicht satt werden geht gar nicht.

In kürzester Zeit kamen die Kellner an die besetzten Tische und boten die unterschiedlichen Fleischspieße an. Da wir kein portugiesisch sprechen, wussten wir nie, was wir eigentlich auswählten. Ich entschied meist nach Farbe und Gargrad. Blutig ist nicht meins (ein paar Fleischstücke mussten daher auch von meinem Teller zu Marcels Teller wechseln 😁). Am besten schmeckte mir das Schweinefilet mit Bacon und Rindfleisch, das mit Käse gefüllt war.

k-39
Churrascaria Fogo de Chão Barra
Churrascaria Fogo de Chão Barra
Blutiges Fleisch… man achte auf meinen Gesichtsausdruck 😀

k-41

Genug für heute
Genug für heute

Nach einer Stunde verließen wir die Churrascaria und hätten uns am besten ins Hotel rollen lassen können. Vollgefressen fuhren wir mit dem Uber zurück und ließen den Tag früh ausklingen, da der Wecker bereits um 4 Uhr klingelte.