Galapagosinseln und der Nebelwald von Mindo 2024

Reiseberichte


Sehenswürdigkeiten Galapagosinseln

  • Tierwelt – jede Insel ist einzigartig und beherbergt unterschiedliche Arten
  • Strände auf Santa Cruz (Tortuga Bay) und Isabela (7 km langer Sandstrand)
  • Fahrradtour zu der Wall of Tears auf Isabela durch einen wunderschönen Nationalpark (kein Guide notwendig)
  • geführte Wanderung auf den Vulkan Sierra Negra auf Isabela
  • Ausflug nach San Cristobal (Kicker Rock, Punta Pitt) und Floreana (in Eigenregie möglich)
  • geführte Bootsausflüge zu den weiter weg gelegenen Inseln (z. B. North Seymour, Bartolome, Santa Fe, Pinzon, Santiago, Plazas etc.)
  • Schnorcheln mit Rochen, Haien und Pinguinen

Sehenswürdigkeiten Nebelwald Mindo

  • Vogelliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Ecuador hat insgesamt über 1.600 Vogelarten (15 % der weltweit bekannten Vogelarten), von denen ca. 550 Arten im Nebelwald rund um Mindo vorkommen

Unsere Reiseroute

Ecuador – das kleine Land direkt am Äquator stand schon vor der Coronapandemie auf unserer Reiseliste. Das Land ist mit seinen Vulkanen und den hohen Bergen in den Anden, dem Regenwald am Amazonas, dem Nebelwald in Mindo und der Küste sehr abwechslungsreich und hat für Naturliebhaber einiges zu bieten. Nicht zuletzt die Galapagosinseln standen auf meiner persönlichen Wunschliste. Die Frage, nach einem passenden Reiseziel im Mai war daher schnell beantwortet – es sollte nach Ecuador gehen. Vornehmlich für ca. 2 Wochen auf die Galapagosinseln, die restlichen Tage wollten wir ausschließlich zum Vogel beobachten im Nebelwald verbringen. 

Wir hatten zunächst überlegt, nur eine Woche auf den 1.000 Kilometer vom ecuadorianischen Festland entfernten Inseln zu verbringen, merkten aber schnell, dass das bei der Fülle an Aktivitäten viel zu wenig Zeit ist (man könnte auch gut 3-4 Wochen auf den unterschiedlichen Inseln verbringen).

Den günstigsten Flug nach Quito fanden wir bei Iberia mit Umstieg in Madrid, so dass wir nicht lange überlegten und buchten. Um weiter auf die Galapagosinseln zu kommen, wählten wir den passenden Flug bei Avianca aus. Alternativ fliegt auch Latam auf die Galapagosinseln. Die meisten Touren und Hotels bezahlten wir vorab, da auf den Galapagos Bargeldzahlung gang und gebe ist. Die Preise für die Touren sind nicht geschenkt und daher wollten wir möglichst wenig Bargeld mit uns herumtragen.

Zumal sich die politische Situation in Ecuador im Januar 2024 zuspitzte und es an der Küste zu Unruhen, Ausgangssperren und Militäreinsätzen gegen Drogenkartelle kam. Die weit entfernten Galapagosinseln waren davon allerdings nicht betroffen, ebenso wie die Hauptstadtregion, der Amazons und der Nebelwald.

Unsere Route sah vor, dass wir nach unserer Ankunft in Quito eine Nacht im Wyndham Hotel direkt in Flughafennähe verbrachten und am nächsten Tag von dort weiter nach Baltra flogen. Wer auf die Galapagosinseln möchte, kann entweder nach Baltra oder San Cristobal fliegen. Andere große Flughäfen gibt es nicht. Von Baltra fuhren wir mit Bus, Wassertaxi und Taxi auf die Hauptinsel Santa Cruz und mit der Fähre am darauffolgenden Tag weiter auf die Insel Isabela. Neben drei gebuchten Ausflügen (Los Tintoreras, Sierra Negra Vulkan und Los Tuneles) unternahmen wir eine Fahrradtour zur Wall of Tears. Von Isabela ging es dann mit dem Schnellboot (es gibt auch Inlandsflüge) zurück nach Santa Cruz. Auch hier hatten wir einige Touren gebucht (North Seymour, Bartolome und Santa Fe), wollten aber auch ein oder zwei Tage zum Entspannen und dem Besuch des Strands in der Tortuga Bay nutzen.

Für uns ging es nur auf die Inseln Santa Cruz und Isabela. San Cristobal steht ebenfalls hoch im Kurs bei Urlaubern, da man am Kicker Rock mit Hammerhaien Schnorcheln/Tauchen kann. Ich hätte mich außerdem für die Insel Genovesa und einem Ausflug zum Punta Pitt interessiert aber beide Spots waren im Mai aufgrund der Vogelgrippe noch gesperrt und wurden erst kurz nach unserer Abreise wieder freigegeben. Nur für das Schnorchelerlebnis am Kicker Rock wollten wir nicht die zweistündige Bootsfahrt nach San Cristobal auf uns nehmen. Vielleicht beim nächsten Mal.

Alle Touren hatten wir vorab beim Anbieter Agora Tours gebucht. Die Organisation und die Durchführung waren perfekt und wir können den Anbieter uneingeschränkt weiterempfehlen.

Nach 13 Tagen sagten wir den Galapagosinseln „Auf Wiedersehen“ und flogen zurück nach Quito, wo uns ein Fahrer der San Eco Lodge Tandayapa in Empfang nahm und uns in den Nebelwald – etwa 2 Stunden von Quito entfernt – fuhr. Wir verbrachten zwei Nächte in der San Jorge Eco-lodge Tandayapa – Hummingbird Sanctuary und eine Nacht in der San Jorge de Milpe Orchid and Bird Lodge. Die gesamte Tour (Fahrer, Übernachtung, Essen und Vogelguide) hatten wir ebenfalls vorab gebucht und bezahlt.

Man sollte sich allerdings von dem Gedanken verabschieden, dass Ecuador ein günstiges Reiseziel ist. Die Hotelpreise sind sowohl auf den Galapagosinseln als auch auf dem Festland in etwa auf deutschem Niveau (je nach Anspruch), geführte Touren schlagen mit 200-500 Euro / Person (Tagestour), bzw. 60-120 Euro /Person (Halbtagestouren) zu Buche. Wer keine Lust auf Tagestouren hat, kann auch Kreuzfahrten von 3-7 Tagen buchen. Die waren uns ehrlich gesagt aber viel zu teuer. Für 3 Tage ist man schnell 2.000 Euro / Person los. Man kann sich auch Last Minute auf den Inseln umsehen aber das kam für uns nicht in Frage, da wir an sich auch keine Kreuzfahrer sind und lieber im Hotel übernachten.


Unser Mietwagenverleiher

Haben wir diesmal nicht benötigt. Auf den Galapagosinseln gibt es keine Mietwagen und auf dem Festland Ecuadors war die Buchung eines Fahrers für uns günstiger als ein Mietwagen. Zumal man für die San Jorge Eco Lodges einen 4×4 benötigt, um diese zu erreichen.


Unsere Unterkunft

Quito Flughafen: Wyndham Quito Airport (Bewertung: Fabelhaft)

Santa Cruz: Capitan Max B&B (Bewertung: Hervorragend)
                       The Finch House, Ferienwohnung (Bewertung: Hervorragend)
                       Hotel La Casa de Judy (Bewertung: Sehr gut)

Isabela: Black Pearl, Ferienwohnung (Bewertung: Außergewöhnlich)

Nebelwald: San Jorge de Milpe Orchid and Bird Lodge
                      San Jorge Eco-Lodge Tandayapa                      


Unser Reiseführer

Wir haben den Reiseführer „Ecuador und die Galapagosinseln“ von Lonely Planet benutzt.


Beste Reisezeit

Für die Galapagosinseln gibt es nicht die eine beste Reisezeit, da die Inseln am Äquator liegen. Es ist immer warm (mal mehr und mal weniger). Einzig die Wassertemperatur kühlt mit Eintreffen des Humboldtstroms im Juni/Juli ab. Dann werden auch die Nächte etwas kühler. Von Juni bis August herrscht Hochbetrieb auf den Galapagosinseln, da in vielen Ländern Ferien sind. Bei Bootstouren kann das Meer im August und September allerdings sehr rau und ab und an auch mal Touren abgesagt werden. Generell wird daher das Reisen in der Nebensaison von Dezember bis Mai empfohlen, da das Meer zum Schnorcheln oder Tauchen optimale Temperaturen hat (24°C – 27°C). Von Dezember bis März kann es allerdings auch häufiger mal Regnen.

Die beste Reisezeit für den Nebelwald und generell für das Hochland von Ecuador sind die Monate Juni bis November. Es regnet weniger und die Temperaturen bewegen sich auf einem angenehmen Niveau. Im Nebelwald kann es dennoch immer wieder zu Regenschauern kommen.


Einreisebestimmungen/Visa

Für die Einreise nach Ecuador ist ein noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass notwendig. Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und den Aufenthalt von bis zu 90 Tagen (pro Jahr) kein Visum.  

Für den Besuch der Galapagos-Inseln wird zusätzlich die Vorlage eines Hin- und Rückflugtickets und der Hotelreservierung für die geplante Aufenthaltsdauer verlangt. Am Flughafen ist an einem speziellen Schalter die sogenannte Transit Control Card (Tarjeta de Control de Tránsito= TCT) abzuholen (20 USD / Person, keine Kartenzahlung). Die TCT gut aufheben, diese muss bei Ausreise vorgezeigt werden. Außerdem muss vor Abgabe des Gepäcks eine spezielle Gepäckkontrolle durchlaufen werden, bei der das Gepäck anschließend versiegelt wird. Das Siegel darf vor Ankunft auf den Galapagosinseln nicht mehr geöffnet werden. Bitte vorher drauf achten, keine frischen Lebensmittel, dreckige Schuhe o.ä. (siehe TCT) im Gepäck zu haben. Die Koffer werden auch bei Ankunft auf den Galapagosinseln noch einmal kontrolliert.

Quelle: auswaertiges-amt.de


Unsere Tipps

  • Mit geführten Tagestouren die abgelegeneren Galapagosinseln entdecken. Mit einer Kreuzfahrt kann man weitere Inseln entdecken, die als Tagestrip nicht angesteuert werden können
  • Ausreichend Bargeld mitführen. Nicht immer funktioniert Kartenzahlung bzw. die Automaten der Banken
  • Die Tierwelt genießen aber bitte mit ausreichend Abstand (2 Meter). Auch wenn die Tiere in der Regel zahm und an Touristen gewöhnt sind, sollte man dennoch den nötigen Abstand wahren
  • Schnorcheln oder Tauchen gehen. Die Unterwasserwelt hat sehr viel zu bieten
  • Möglichst viel im Voraus bezahlen, um die Bargeldreserven zu schonen. Bankautomaten in Ecuador geben nur begrenzt Bargeld aus (auf den Galapagosinseln max. 300 USD/Kreditkarte)