Brasilien 2026: Von Manaus in die Hauptstadt Brasilia

Nach den letzten Tagen im Amazonas ging es heute von Manaus weiter nach Brasilia – der Hauptstadt Brasiliens. Unser Flug ging jedoch erst um 11:50 Uhr, weshalb wir den Morgen entspannt angingen ließen und in Ruhe frühstückten. Viel Schlaf hatten wir in der Nacht nicht bekommen und entsprechen müde starteten wir in den Tag.

Um 10:00 Uhr riefen wir uns ein Uber, dass uns zum Flughafen von Manaus brachte, an dem so wenig los war, dass wir nach nur einer halben Stunde schon im kleinen Terminal auf das Boarding und den Abflug warteten.

Wir hoben pünktlich ab und landeten um 15:50 Uhr in Brasilia. Zwischen Manaus und Brasilia lag eine Stunde Zeitverschiebung, weshalb wir eine Stunde ins Plus verloren.

Viel unternehmen konnten wir daher heute nicht mehr. Wir warteten auf das Gepäck und ließen uns mit einem Uber zum Brasília Palace Hotel bringen. Das historische vom Stararchitekten Oscar Niemeyer entworfene Hotel befand sich am Ufer des Paranoá-Sees und in der Nähe des Präsidentenpalastes.

Brasília Palace Hotel
Brasília Palace Hotel

Brasília Palace Hotel

Brasília Palace Hotel

Brasília Palace Hotel

Beim Betreten der Gänge und unseres Zimmers kam ich mir ein wenig in die 90er Jahre zurückversetzt und an meine Ausbildung im öffentlichen Dienst. Holzvertäfelte Wände und massive Einbauschränke.

Brasília Palace Hotel

Brasília Palace Hotel

Unser ruhiges Zimmer mit Blick auf den riesigen Parkplatz und einen Teil des Hotelgartens war groß und mit einer guten Klimaanlage ausgestattet, die aber in Brasilia zu unserer Reisezeit nicht notwendig war. Bei den Temperaturen von rund 24° Celsius konnten wir die Balkontüre öffnen und zahlreiche Vögel beobachten, die sich in den Bäumen und am Boden versammelt hatten. 

Unser Zimmer im Brasília Palace Hotel
Unser Zimmer im Brasília Palace Hotel

Unser Zimmer im Brasília Palace Hotel

Highlight waren die blauen Pfauen (Indian peafowl or common peafowl, Pavo cristatus) , die über das Hotelgelände streiften und einer direkt im Baum gegenüber von unserem Balkon saß. Wie cool war das denn bitte?

Blauer Pfau (Indian peafowl or common peafowl, Pavo cristatus) im Brasilia Palace Hotel
Blauer Pfau (Indian peafowl or common peafowl, Pavo cristatus) im Brasilia Palace Hotel

Während Marcel seine Wäsche im nahegelegenen Waschsalon einer Grundreinigung unterzog, beobachtete ich weitere Vögel wie den Weißspecht (White Woodpecker, Melanerpes candidus) und Gelbflügelsittiche (Yellow-chevroned parakeet, Brotogeris chiriri), die in Scharen in den Bäumen rund ums Hotel hingen.

Weißspecht (White Woodpecker, Melanerpes candidus)
Weißspecht (White Woodpecker, Melanerpes candidus) im Brasilia Palace Hotel

Weißspecht (White Woodpecker, Melanerpes candidus) im Brasilia Palace Hotel

Gelbflügelsittiche (Yellow-chevroned parakeet, Brotogeris chiriri) im Brasilia Palace Hotel
Gelbflügelsittiche (Yellow-chevroned parakeet, Brotogeris chiriri) im Brasilia Palace Hotel

Außerdem sah ich ein Feldspecht-Pärchen (Campo flicker, Colaptes campestris), die auf dem Parkplatz nach Fressbarem suchten und eine Safrangilbtangare (Saffron Finch, Sicalis flaveola) direkt im Baum gegenüber des Balkons.

Feldspecht (Campo flicker, Colaptes campestris) im Brasilia Palace Hotel
Feldspecht (Campo flicker, Colaptes campestris) im Brasilia Palace Hotel

Feldspecht (Campo flicker, Colaptes campestris) im Brasilia Palace Hotel

Safrangilbtangare (Saffron Finch, Sicalis flaveola)
Safrangilbtangare (Saffron Finch, Sicalis flaveola)

Auch auf den Schwefelmaskentyrann (Great kiskadee, Pitangus sulphuratus) trafen wir in Brasilia. Der Vogel schien wirklich im ganzen Land vertreten zu sein. Er saß so nah, dass ich eine schöne Aufnahme von dem neugierigen Vogel machen konnte.

Schwefelmaskentyrann (Great kiskadee, Pitangus sulphuratus)
Schwefelmaskentyrann (Great kiskadee, Pitangus sulphuratus)

Schwefelmaskentyrann (Great kiskadee, Pitangus sulphuratus)

Der blaue Pfau hatte mittlerweile seinen Sitz im Baum verlassen und lief über den Hotelparkplatz und verschwand auf dem Hotelgelände des Royal Tulip.

k-27
Blauer Pfau (Indian peafowl or common peafowl, Pavo cristatus) im Brasilia Palace Hotel

Blauer Pfau (Indian peafowl or common peafowl, Pavo cristatus) im Brasilia Palace Hotel

Bevor die Sonne unterging, erkundete ich noch ein wenig das Hotelgelände und lief hinab zum See.

k-34

Auf meinem Weg dorthin, traf ich auf weitere blaue Pfauen und auf einen weißen Pfau. Der weiße Pfau ist keine eigene Art, sondern eine seltene Farbmutation des indischen Blauen Pfaus. Die weiße Färbung entsteht durch Leuzismus – eine Genmutation, bei der Pigmente in den Federn fehlen. Dennoch behalten die Vögel ihre dunklen Augen und eine rosa Haut. Die prächtigen Tiere werden oft als „Hochzeitspfau“ bezeichnet. Schade, dass keiner der Pfauen sein prächtiges Rad aufschlug.

Blauer Pfau
Blauer Pfau
k-36
Weißer Pfau

Zwei Camposspottdrosseln (Chalk-browed mockingbird, Mimus saturninus) beäugten mich auf dem Weg hinab zum See.

Camposspottdrosseln (Chalk-browed mockingbird, Mimus saturninus)
Camposspottdrosseln (Chalk-browed mockingbird, Mimus saturninus)

Zwischen den Häuserfronten waren die Hochhäuser der Hauptstadt zu sehen. Fußläufig zu erreichen war die Innenstadt nicht.

k-39

k-42

Vom Ufer des Sees blickte ich auf den markanten 123 Meter hohen Fernsehturm für Digitalfernsehen.

k-43

k-45
Fernsehturm von Brasilia
Brasilia Palace Hotel
Brasilia Palace Hotel

Ein Bronzekiebitz (Southern lapwing, Vanellus chilensis) pickte auf dem kurzgemähten Gras nach Würmern und Insekten.

Bronzekiebitz (Southern lapwing, Vanellus chilensis)
Bronzekiebitz (Southern lapwing, Vanellus chilensis)

Große Aufruhr herrschte hingegen bei den Gelbflügelsittichen (Yellow-chevroned parakeet, Brotogeris chiriri) als ein Schopfkarakara (Crested caracara, Caracara plancus) auf dem Dach des Hotels Platz nahm.

Gelbflügelsittiche (Yellow-chevroned parakeet, Brotogeris chiriri)
Gelbflügelsittiche (Yellow-chevroned parakeet, Brotogeris chiriri)
Schopfkarakara (Crested caracara, Caracara plancus)
Schopfkarakara (Crested caracara, Caracara plancus)

Die kleinen Sittiche flogen in Scharen über die Hotels und setzten sich in einen der Bäume auf dem Gelände des Royal Tulip Hotels. Schade, da kam ich nicht nah genug heran, um ein paar schöne Fotos von den Vögeln zu schießen.

Der Tag näherte sich langsam dem Ende und ich begab mich zurück zum Hotel.

k-53
Paranoá-See

k-54

k-55

Der blaue Pfau streunerte immer noch über den Parkplatz. Ein wirklich so schönes Tier.

k-59

Auf dem Balkon ließ ich den lauen Abend ausklingen und wartete auf Marcel, der nach rund zwei Stunden mit frisch gewaschenen Klamotten zurückkam.

k-60