Brasilien 2026: Besuch von Cristo Redentor, der Copacabana und dem Zuckerhut in Rio de Janeiro

Am heutigen Tag wollten wir die Hauptattraktionen in Rio de Janeiro besuchen. Nach fast 4 Wochen in der Natur, war der Aufenthalt in einer Großstadt schon etwas gewöhnungsbedürftig. Aber dennoch kann man nicht nach Hause fliegen, ohne die weltberühmte Christusstatue auf dem Corcovado gesehen, einen Spaziergang entlang der Copacabana unternommen und die Aussicht vom Zuckerhut genossen zu haben.

Wir hatten bereits gestern den frühestmöglichen Time-Slot für den Besuch der Christusstatue online gebucht (Empfohlen, da der Andrang sehr groß ist. Offizielle Website: Trem do Corcovado Website) und standen daher bereits um 06:00 Uhr auf.

Der Blick aus dem Fenster war jedoch ernüchternd. Es hatten sich bereits einige Wolken über den Bergen gebildet und wir hofften, dass wir auf dem 710 Meter hohen Berg Corcovado, auf dem sich die Statue Cristo Redentor befindet, nicht im Nebel standen.

Nach einem sehr guten Frühstück im Hotel Yoo2 Rio de Janeiro, riefen wir ein Uber und ließen uns zum Eingang der Attraktion bringen. 

Die historische Zahnradbahn (Trem do Corcovado), die Besucher durch den Regenwald hinauf zum Cristo Redentor bringt, öffnet täglich um 08:00 Uhr und fährt alle 20-30 Minuten. Das Ticket kostete für Erwachsene 134,00 BRL. Der Eintritt zur Christusstatue ist in diesem Preis enthalten.

Bei Ankunft waren bereits einige Touristen vor Ort aber der Andrang hielt sich noch in Grenzen.

Wir hatten daher Glück und konnten nach kurzer Wartezeit direkt in die Zahnradbahn einsteigen und uns in die Höhe bringen lassen.

Die Fahrt mit der Zahnradbahn nach oben dauerte ca. 20 Minuten und führte mitten durch den dichten, grünen Tijuca-Nationalpark. Je höher wir kamen, desto besser wurde der Blick.

Der Zug endete an der Bergstation direkt unterhalb des Monuments. Um zur Aussichtsplattform direkt an den Füßen von Christus zu gelangen, kann man entweder die Aufzüge und Rolltreppen nutzen oder über 220 Stufen zu Fuß hinaufsteigen.

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Wir nahmen die bequeme Variante und fuhren mit der Rolltreppe zur Statue. Die Aussicht war bombastisch.

Cristo Redentor in Rio de Janeiro
Cristo Redentor in Rio de Janeiro
Blick vom Corcovado in Rio de Janeiro
Blick vom Corcovado auf Rio de Janeiro

Der Menschenandrang war noch recht human aber wer ein Foto direkt mit der Christusstatue im Hintergrund haben wollte, musste sich in eine Schlange anstellen. Darauf hatten wir keine Lust und stellten uns daher einfach irgendwo zwischen die Touristen.

Cristo Redentor in Rio de Janeiro

Die professionellen Selfie-Jäger hatten natürlich Stativ und passende Ausrüstung fürs Handy dabei und legten sich für das perfekte mit dem richtigen Winkel auf den Boden. Das war echt interessant, was sich die Leute so alles einfallen ließen.

Amüsiert betrachteten wir das Spektakel und begaben uns danach zur Aussichtsplattform. Rio lag uns hier buchstäblich zu Füßen.

Blick vom Corcovado auf den Zuckerhut und Rio de Janeiro
Blick vom Corcovado auf den Zuckerhut und Rio de Janeiro

Direkt vor Kopf blickten wir auf den Zuckerhut (Pão de Açúcar) und die Guanabara-Bucht, sowie auf den Stadtteil Botafogo.

Blick vom Corcovado in Rio de Janeiro

In Richtung Süden konnte man die berühmten Strände Copacabana & Ipanema und den glitzernden Atlantik sehen.

Blick vom Corcovado auf den Zuckerhut und Rio de Janeiro

Ebenso im Blick lagen der große Salzwassersee Lagoa Rodrigo de Freitas und die Pferderennbahn.

Salzwassersee Lagoa Rodrigo de Freitas und die Pferderennbahn
Salzwassersee Lagoa Rodrigo de Freitas und die Pferderennbahn

Zur linken im Norden befanden sich das Maracanã-Stadion und das Stadtzentrum (Centro) mit Blick auf die Skyline von Rios Finanzbezirk mit modernen Wolkenkratzern und historischen Kirchen.

Maracanã-Stadion
Maracanã-Stadion und Finanzviertel Rios

Im Westen – also hinter uns – lag der Tijuca-Regenwald, den man am besten vom andern Ende der Plattform direkt hinter der Christusstatue sehen konnte. Traumhaft.

Wir ließen uns ausgiebig Zeit – denn die Aufenthaltsdauer war nicht beschränkt – und genossen die fantastische Aussicht.

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So langsam wurde es voller und voller auf dem Gipfel und wir waren froh, eine frühe Uhrzeit gewählt zu haben. Was mag hier zum Sonnenuntergang los sein?

Als wir uns satt gesehen haben, verließen wir die Plattform und stiegen über die Stufen hinab zur Bahnstation. 

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Der Zug kam gerade von unten und spuckte weitere Touristen aus, die sich auf den Weg nach oben machten.

Ins Tal wollten noch nicht so viele zurückfahren, so dass wir fast freie Platzwahl hatten und uns einen Sitzplatz am Fenster sicherten.

Nach 20 Minuten waren wir zurück im Trubel der Großstadt und riefen uns ein Uber. Der Besuch von Cristo Redentor ist ein absolutes Muss. Die Aussicht ist einfach atemberaubend.

Unser nächster Stopp war das Forte de Copacabana. Die historische Küstenfestung beherbergt ein Armeemuseum und lag am südlichen Ende der Copacabana (Posto 6). Außerdem bot sich von hier ein wunderschöner Blick über den Strand der Copacabana, den Atlantik und den Zuckerhut.

Als wir um 09:30 Uhr ankamen war das Fort noch geschlossen und eine lange Schlange hatte sich vor dem Eingang gebildet. Dass der Aussichtspunkt so ein Anziehungspunkt für Touristen war, hätten wir nicht erwartet. Der Eintritt kostete 10 BRL, war aber heute für alle kostenlos, die sich mit dem Instagram-Profil des Forts verbanden. Es gab allerdings kein W-Lan, weshalb ich den regulären Eintritt zahlen musste, da nur Marcel Netz hatte. Naja umgerechnet 2 Euro konnte ich wohl noch aufbringen 😁.

Forte de Copacabana
Forte de Copacabana

Die Plätze entlang der Promenade waren fast alle belegt und die meisten Gäste bestellten ein Frühstück mit Blick aufs Meer. Wir tranken nur etwas und genossen die wunderschöne Aussicht.

Blick vom Forte de Copacabana auf Rio
Blick vom Forte de Copacabana auf Rio

Danach liefen wir zum kleinen Militärmuseum und sahen uns etwas um.

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Auf dem Dach des Museums befand sich der Aussichtspunkt mit Blick auf Zuckerhut, Copacabana und die felsige Küste. Atemberaubend.

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Bekannt ist das Fort auch für seine massiven deutschen Krupp-Kanonen in gepanzerten Kuppeln.

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Nach einer knappen Stunde liefen wir zum Ausgang und verließen das Fort.

Blick auf den Zuckerhut
Blick auf den Zuckerhut

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An einem Fischstand wurde frischer Fisch feilgeboten.

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Wir wollten nun der berühmten Copacabana noch einen Besuch abstatten.

Entlang der breiten Promenade schlenderten wir durch die gleißende Sonne.

Promenade an der Copacabana
Promenade an der Copacabana

Promenade an der Copacabana

An einer geeigneten Stelle begaben wir uns hinab zum Strand und spazierten durch den Sand. Badesachen hatten wir keine dabei aber so einladend fanden wir den Strand auch nicht. Ein typischer Stadtstrand. Die Wassertemperatur war aber angenehm warm und der Sand sauber.

Copacabana an der Poste 6
Copacabana an der Posto 6

Wir kehrten nach wenigen Metern um und ließen uns mit dem Uber zum Posto 1 – Leme an der Copacabana fahren, wo man noch eine Wanderung zum Fort Duque de Caxias unternehmen kann.

Copacabana an der Poste 6

Copacabana an der Poste 6

Der Strand gefiel uns hier deutlich besser, denn er war viel breiter und lag nicht mehr an der Hauptstraße.

Posto 1 - Leme an der Copacabana
Posto 1 – Leme an der Copacabana

Die Aussicht auf das nördliche Ende der Copacabana und die markante Küstenlinie von Rio de Janeiro war traumhaft.

Posto 1 - Leme an der Copacabana

Posto 1 - Leme an der Copacabana

Wir blickten auf den hufeisenförmigen Strand der Copacabana, das blaue Meer sowie auf die umliegenden grünen Hügel, Berge und Cristo Redentor.

Posto 1 - Leme an der Copacabana

Posto 1 - Leme an der Copacabana

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Hier wäre ich doch gerne mal ins Wasser gesprungen aber die Badesachen hatten wir natürlich nicht dabei. Daher spazierten wir auch hier nur ein wenig durch den Sand und beschlossen dann zurück ins Hotel zu fahren. In der Sonne war es sehr warm und wir wollten daher erstmal ne kleine Siesta halten.

Mit dem Uber waren wir in 10 Minuten zurück im Hotel und begaben uns zur Poolbar, von wo wir einen fantastischen Blick auf den Zuckerhut, die Hochhäuser der Stadt und die Cristo-Statue hatten. Rio ist schon eine ziemlich tolle Großstadt.

Blick auf Cristo-Statue vom Yoo2 Rio Hotel
Blick auf Cristo-Statue vom Yoo2 Rio Hotel
Blick auf den Zuckerhut vom Yoo2 Rio Hotel
Blick auf den Zuckerhut vom Yoo2 Rio Hotel

Die Flugzeuge flogen im Landeanflug direkt am Zuckerhut vorbei und wir genossen den Ausblick bei einem kühlen Getränk.

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Danach begaben wir uns aufs Zimmer, hielten ein Nickerchen und beschlossen am frühen Nachmittag zum Zuckerhut zu fahren. Ein Besuch ist bei einem Aufenthalt in Rio ja quasi Pflicht.

Unser Zimmer im Yoo2 Rio de Janeiro
Unser Zimmer im Yoo2 Rio de Janeiro

Gegen 14:00 Uhr nahmen wir uns daher ein Uber zur Seilbahnstation (Teleférico do Pão de Açúcar) auf den Zuckerheut, die aus zwei Sektionen besteht.

Wer zum Sonnenuntergang auf den Zuckerhut möchte, der sollte die Tickets vorab online kaufen, da nur eine begrenzte Anzahl an Touristen zur beliebtesten Uhrzeit hinauffahren kann. Darauf hatten wir keine Lust und wollten stattdessen den Sonnenuntergang von der Terrasse unseres Hotels mit Blick auf den Zuckerhut genießen.

Wir kauften die Tickets daher vor Ort am Automaten und konnten direkt mit weiteren Touristen zur Zwischenstation fahren.

Bevor wir auf den Zuckerhut fuhren, genossen wir von einer Aussichtsplattform den Blick über den Atlantik, die Buchten und Hügel von Rio bis zur Copacabana und zu dem mehr als fünf Kilometer entfernten Cristo Redentor auf dem Corcovado. Atemberaubend aber was muss hier zum Sonnenuntergang los sein?

Blick vom Zuckerhut über den Atlantik, die Buchten und Hügel von Rio bis zur Copacabana
Blick vom Zuckerhut über den Atlantik, die Buchten und Hügel von Rio bis zur Copacabana

Blick vom Zuckerhut über den Atlantik, die Buchten und Hügel von Rio bis zur Copacabana

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Der Name des Felsens spiegelt die große Bedeutung des Zuckerrohrs für Rio de Janeiro wider. Im 16. und 17. Jahrhundert besiedelten portugiesische Seefahrer Brasilien. Zum Transport formten sie den Rohrzucker zu Blöcken, um ihn nach Europa zu verschiffen. Diese sogenannten Zuckerbrote erinnerten an die Gestalt des Zuckerhuts, woher er seinen Namen hat.

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Vorbei an Souvenirläden, Kiosken und einem Restaurant liefen wir über einige Stufen hinunter zur unteren Station der zweiten Sektion auf 220 m Höhe. Die stützenlose Pendelbahn brachte uns auf den 395 Meter hohen Zuckerhut. Wegen der exponierten Lage befinden sich auf dem Gipfel außer der Bergstation nur einige Kioske mit Souvenirs, Getränken und Snacks sowie eine Aussichtsplattform. 

Der Rundumblick von der Zwischenstation war aber spektakulärer als vom Zuckerhut selbst, so dass wir nach einer kleinen Stippvisite wieder hinabfuhren.

Beim Ausstieg belagerten uns ein paar Weißbüschelaffen, die gerne was zu Fressen von den Touristen haben wollten.

Weißbüschelaffen
Weißbüschelaffen auf dem Zuckerhut

Gemütlich spazierten wir auf der weitläufigen Zwischenstation umher und konnten der beginnenden Sunset-Session mit DJ Tommax beiwohnen, der hier regelmäßig auflegt.

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Wir genossen die Aussicht bei Livemusik und schossen zahlreiche Fotos.

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Nach rund einer Stunde beschlossen wir zurück zum Hotel zu fahren, damit wir den eigentlichen Sonnenuntergang nicht verpassten. Auf dem Zuckerhut wurde es langsam voll und viele Touristen hatten sich schon Plätze mit Blick aufs Meer und Rio gesichert.

Wir nahmen die Seilbahn ins Tal und riefen uns ein Uber zum Hotel. Die Warteschlange hinauf zum Zuckerhut reichte jetzt fast bis zur Straße. Richtige Entscheidung, vorher auf dem Zuckerhut gewesen zu sein. Und die Aussicht war auch ohne Sonnenuntergang traumhaft gewesen.

Bevor wir uns an die Bar auf dem Dachgeschoss des Yoo2 Rio de Janeiro Hotels setzten, genossen wir den Ausblick auf den Zuckerhut aus unserem Zimmer. Fantastisch.

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An der Bar selbst war nichts los und wir hatten freie Platzwahl. Ein, zwei Leute gesellten sich noch zu uns aber weit weniger als ich gedacht hatte.

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Die Sonne verschwand langsam hinter den Bergen Rios und tauchte die Umgebung in ein wunderschönes Abendlicht.

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Wir ließen den Abend mit Blick auf Rio, Cristo Redentor und den Zuckerhut gemütlich ausklingen und begaben uns nach Einbruch der Dunkelheit zurück aufs Zimmer.

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