Die Nacht im Hits Pantanal Hotel in Cuiaba endete früh. Auch diesmal war es nicht allzu ruhig auf den Gängen gewesen. Nach den letzten Tagen im Pantanal waren wir etwas wehmütig, dass unser Urlaub sich dem Ende neigte. Die letzten zwei Tage wollten wir in Rio mit Sightseeing verbringen. Bis zum Abflug nach Rio de Janeiro via Sao Paulo hatten wir allerdings noch Zeit.
Wir begaben uns gegen 08:00 Uhr zum Frühstück und beschlossen danach noch ein paar Geocaches anzugehen.
Da das Bestellen eines Ubers in Brasilien unkompliziert und günstig war, ließen wir uns direkt vom Hotel zum ersten Cache fahren.
Wir wurden schnell fündig, riefen das nächste Uber und ließen uns an einem Supermarkt aussetzen, wo ein weiterer Geocache wartete.
Nachdem wir diesen gefunden hatten gingen wir noch einmal kurz in den Supermarkt etwas zum Trinken kaufen und waren begeistert als wir beim Herauskommen zwei Gelbbrustaras (Blue-and-yellow macaw, Ara ararauna) an einer Lampe herumturnen sahen. Da hatte ich in den letzten Wochen so wenig Glück gehabt, Aras aus der Nähe zu fotografieren und jetzt saß einer direkt vor uns und spielte mit dem Plastik der Laterne. Und natürlich hatte ich jetzt kein Teleobjektiv dabei.
So blieb leider nur die Handykamera. Mit Zoom keine wirklich gute Qualität. Aber egal, das Erlebnis zählte.
Wir beobachteten den Ara bis er genug von der Lampe hatte und davonflog. So schöne Tiere.
Mit dem Uber ließen wir uns zurück zum Hotel fahren, checkten aus und buchten das nächste Uber zum Flughafen.
Viel los war nicht am Check-In aber trotzdem dauerte der Prozess der Gepäckabgabe wieder ewig.
Wir passierten die Sicherheitskontrolle und warteten aufs Boarding. Diesmal hatten wir ein Upgrade für die Premium Economy abgegeben und erhielten den Zuschlag.
Das Boarding begann pünktlich aber der Abflug verzögerte sich um 20 Minuten. Unsere Umstiegszeit am Flughafen Sao Paulo Cohonguras war mit 50 Minuten nicht wirklich lang und wir hofften daher, dass die Zeit reichte.
Wir landeten zwar pünktlich um 14:10 Uhr, mussten aber ewig auf dem Taxiway herumfahren, um endlich die Außenposition des Flugzeugs zu erreichen.
Und als wäre das nicht genug Ärger warten wir dann noch eine halbe Ewigkeit darauf, dass endlich die Treppe zum Aussteigen vorfuhr. Da brachte uns der Platz in Reihe 2 nicht wirklich viel. Um 14:32 Uhr saßen wir im Bus und um 15:00 Uhr sollte der Weiterflug nach Rio gehen.
Muss ich erwähnen, dass wir den Anschluss verpasst haben? Denn natürlich hat uns niemand direkt am Ausstieg abgeholt und zum Flieger gebracht. Natürlich mussten wir dann auch noch ewig warten, bis der Bus abfuhr und sind auch noch vom Ende des Terminals mit Umweg außen rum in die Mitte gefahren, wo wir aussteigen konnten.
Es war so brechend voll im Terminal, dass wir kaum vorankamen. Und als wir am Gate ankamen, war dieses geschlossen und der Flieger weg.
Ich bin ja ne ruhige Person und ich flippe selten aus aber da konnte ich mir auch ein paar passende Worte nicht verkneifen. Warum zum Teufel kam denn keiner von der Airline direkt zum Flieger? Ich verstehe diese Organisation nicht. Das Gepäck hätte ja nachkommen können – so what – aber wenigstens mitfliegen können wäre schön gewesen.
So mussten wir dann zum zweiten Mal in diesem Urlaub zum Latam Schalter, um einen anderen Flug zugewiesen zu bekommen.
Die Dame sprach natürlich kein bisschen Englisch (wie immer), so dass wir uns wieder per Übersetzer-App verständigen mussten. Ein wenig nervtötend ist das hier schon.
Der nächste freie Flug war erst um 17 Uhr. Zusammen sitzen konnten wir nicht mehr aber immerhin ging ja noch ein Flug heute.
Wir versuchten den Ganzen irgendwie was Positives abzugewinnen aber das fiel uns echt schwer. Zumal so viele Flieger früher nach Rio gingen als 17 Uhr. Also kostete uns Latam zum zweiten Mal nicht nur Nerven, sondern auch wieder mal Zeit. Und das dauerte hier immer alles so ewig. Meinen Sonnenuntergang auf der Rooftop-Bar unseres Hotels konnte ich also knicken.
So einen schlecht organisierten Flughafen wie Sao Paulo Cohonguras hatte ich noch nie erlebt.
Immerhin begann das Boarding pünktlich und wir erreichten Rio de Janeiro bei Einbruch der Dunkelheit.
Im Landeanflug konnten wir auf die Lichter der Stadt blicken.
Für die nächsten beiden Nächte hatten wir uns im Yoo2 Rio de Janeiro einquartiert. Unser Zimmer hatte Blick auf den Zuckerhut, der jetzt natürlich schon im Dunkeln lag.
Wir gingen im nahgelegenen Shoppingcenter noch einen Happen essen und nach dem langen Tag etwas genervt zu Bett. Der nächste Tag konnte nur besser werden.
