Vietnam 2025: Besuch des Botanischen Gartens im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark und der Phong Nha Höhle

Nach der gestrigen langen Anreise von Ninh Binh nach Phong Nha, wollten wir uns heute einen Tag Zeit nehmen, die Gegend zu erkunden. Auf dem Plan standen der Besuch des Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark sowie der Phong Nha Höhle. Der Name „Botanischer Garten“ ist allerdings etwas irreführend, wie wir fanden, denn es handelt sich eigentlich um ein Wandergebiet im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark.

Bevor wir aufbrachen, ließen wir den Tag entspannt angehen und genossen den Anbruch des Tages auf der Hollywood-Schaukel unseres Ferienhauses der Unterkunft Victory Road Villas. Das Wetter war heute leider sehr bedeckt und es nieselte ein wenig. Auch im weiteren Verlauf des Tages sollten uns immer wieder Schauer überraschen.

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Entspannter Start in den Tag in unserer Unterkunft Victory Road Villas in Phong Nha
Ausblick vom Balkon
Ausblick vom Balkon

Das Frühstück nahmen wir im ruhigen Innenhof der Unterkunft zu uns. Ein klassisches Buffet gab es nicht, sondern man musste sich für eine Auswahl auf der Menükarte entscheiden. 

Um die Gegend erkunden zu können, beschlossen wir, wieder einen Roller zu mieten. Die Dame an der Rezeption war uns dabei behilflich und organisierte einen Roller für uns. Die Miete für einen Tag betrug 150.000 VND.

Der Verleiher kam nach 15 Minuten mit dem schon etwas in die Jahre gekommenen Moped zur Unterkunft und bevor es losgehen konnte, mussten wir noch für ein paar Dong tanken. 

Wir konnten nicht einschätzen, wie viel wir heute fahren würden und tankten einfach voll. Noch einmal stranden, wie auf dem Golfplatz in Ninh Binh wollten wir nicht.

Der Botanische Garten im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark lag nur etwa 15 Minuten von unserer Unterkunft entfernt.

Der smaragdgrüne Son-Fluss (Sông Son) in Phong Nha
Der smaragdgrüne Son-Fluss (Sông Son) in Phong Nha

Auf der kaum befahrenen Straße ließen wir Phong Nha hinter uns und gelangten in weiten Kehren in den Nationalpark.

On the road
On the road

Das dichte Grün und die Karstfelsen versetzten uns ins Staunen und wir konnten es kaum erwarten die Wanderwege im Nationalpark zu erkunden.

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Auf dem Parkplatz war nichts los und wir gingen direkt zum Kassenhäuschen, an dem wir 80.000 VND / Person Eintritt bezahlten. Dort bekamen wir auch eine Wanderkarte mit den drei Wegen, die man im Botanischen Garten auf eigene Faust erkunden kann.

Da es die letzten Tage geregnet hatte, waren die Wege laut Auskunft der Dame rutschig und feucht. Wir wollten eigentlich den längsten der drei Wege nehmen, entschieden uns aber dann doch dafür, zunächst zum Gio‑Wasserfall zu wandern und von hier zu schauen, in welchem Zustand der Weg war und ob wir noch ausreichend Zeit hatten für die längste Tour, für die man rund 3 Stunden einplanen sollte.

Wir überquerten eine Holzbrücke aus Bambuspfählen und folgten einem gut ausgebauten Weg in Richtung Wasserfall.

Im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark
Im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark
Wanderung zum Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark
Wanderung zum Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Da es nicht heiß war und die Sonne nicht schien, war die Wanderung durch den Dschungel sehr angenehm.

Wanderung zum Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Wanderung zum Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Wir liefen entlang eines Flusses, der uns nach etwa 400 Metern zum Gio‑Wasserfall führte. Bis auf ein paar Arbeiter, die hier Pause machten und zwei weiteren Touristen war niemand hier.

Wanderung zum Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Wanderung zum Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Von oben blickten wir auf den beeindruckenden etwa 30 Meter hohen Wasserfall.

Blick auf den Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark
Blick auf den Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Ein kaum erkennbarer Pfad führte über Metallleitern und Trittstufen steil hinab zum Wasserfall. Ein kleines Abenteuer.

Abstieg zum Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark
Abstieg zum Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

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Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark
Blick auf den Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Abstieg zum Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Die Wege waren leider wirklich rutschig und wir mussten mit unseren Schuhen aufpassen, nicht wegzurutschen.

Blick auf den Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Von einer Metallplattform konnten wir unten angekommen einen herrlichen Blick auf den Wasserfall werfen.

Blick auf den Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark
Gio-Wasserfall im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Rauschend floss das Wasser hinab und überflutete den weiteren Wegverlauf entlang des Flusslaufes.

Wanderung im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Wir überlegten zunächst, umzukehren, wollten aber testen, ob und wie gut wir die Wasserpassagen meistern konnten.

Auf den ersten Blick hatte es schlimmer ausgesehen als es tatsächlich war.

Die Steine waren zwar überflutet und wir holten uns ein paar Mal nasse Füße aber kamen trotzdem problemlos voran, denn zum Glück war der Untergrund nicht rutschig.

Seile halfen uns zu einem Pfad zu kommen, der oberhalb des Flusslaufes herführte und nicht mehr überflutet war.

Wanderung im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Wanderung im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Wanderung im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Wir ließen den beeindruckenden Gio‑Wasserfall hinter uns und nahmen einen steilen Anstieg über einen verwaschenen Pfad in Angriff.

Wanderung im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Schweißtreibender als gedacht asteten wir uns im dichten Dschungel bergauf.  Seile halfen beim Hochsteigen. Was für ein Ochsenweg.

Anspruchsvoller Weg durch den Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark
Anspruchsvoller Weg durch den Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

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An einer Gabelung nahmen wir den Abzweig nach links in Richtung View Point.

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Nur noch leicht ansteigend erreichten wir eine Anhöhe und wanderten mit der Höhe auf dem markierten Pfad durch den Wald.

Wanderung im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

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Den Abzweig zum Aussichtspunkt verpassten wir allerdings irgendwo, denn als wir uns den Wegverlauf auf dem GPS ansahen, waren wir unterhalb des Weges, den wir eigentlich gehen wollten.

Zurücklaufen wollten wir nicht, da es immer noch regnete und so folgten wir dem Weg durch den Dschungel.

Wanderung im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Wanderung im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Wanderung im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Da wir den Abzweig verpasst hatten, hatten wir auch keine Chance mehr, dem langen Weg durch den Nationalpark zu folgen und marschierten daher an einer Gabelung nach links.

Steil bergab ging es über Stufen zurück zum Ausgangspunkt, den wir nach etwa 1,5 Stunden gegen 12:30 Uhr erreichten.

Wir überquerten die Brücke und stiegen auf den Roller.

Zunächst hatten wir überlegt, zur Paradise Cave zu fahren, die 30 Minuten vom Botanischen Garten entfernt lag. Da uns das Wetter aber nicht gefiel und wir nicht im Regen mit einem Roller fahren wollten, bei dem die Bremsen und Reifen evtl. nicht mehr ganz zuverlässig waren, ließen wir davon ab.

Wir fuhren daher in Richtung der Paradise Cave und steuerten einen Aussichtspunkt auf einer Brücke an.

Die Straße führte uns zunächst aufwärts und anschließend in steilen Kehren mit einem Gefälle von 10% bergab. Ganz vertrauenserweckend war das Quietschen der Bremsen nicht aber wir fuhren langsam bergab. Zum Glück herrschte kaum Verkehr und wir konnten uns ausreichend Zeit lassen.

Unterwegs im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark
Unterwegs im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Unterwegs im Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark

Auf der Brücke angekommen blickten wir auf die beeindruckende Landschaft um uns herum. 

Blick von einem Aussichtspunkt auf einer Brücke
Blick von einem Aussichtspunkt auf einer Brücke

Die grün bewachsenen Karstfelsen gaben ein tolles Bild ab.

Blick von einem Aussichtspunkt auf einer Brücke

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Wir genossen die Ruhe und den herrlichen Blick und peilten danach die Phong Nha Höhle an, die zu den Hauptattraktionen in Phong Nha gehört.

Rückfahrt nach Phong Nha
Rückfahrt nach Phong Nha

Rückfahrt nach Phong Nha

Der große Parkplatz etwas außerhalb der Stadt ließ erahnen, was hier zur Hauptsaison los sein muss.

An der Phong Nha Höhle
An der Phong Nha Höhle

Heute waren kaum Besucher vor Ort und wir stellten den Roller auf einem der ausgewiesenen Parkplätze ab, an dem wieder die obligatorischen 10.000 VND (0,30 Euro) fällig wurden.

An der Phong Nha Höhle

Die Phong Nha Höhle ist nur per Boot erreichbar, da ihr Eingang direkt am unterirdischen Flusssystem liegt.

Besucher können vor Ort aus mehreren Touren wählen. Dem Besuch der Phong Nha Höhle, dem Besuch der Phong Nha und der Tien Son Höhle und speziellen Kombipaketen. Wir wollten uns die Phong Nha und die Tien Son Höhle angucken. 

Wenn man allerdings nicht mit einer Gruppentour unterwegs ist, muss man das Boot, auf dem 12 Personen Platz haben, entweder komplett alleine mieten oder auf weitere Touristen warten, die dieselbe Tour unternehmen wollen.

Das wussten wir nicht und waren sehr überrascht über den Preis von 750.000 VND (ca. 25 Euro) zzgl. 150.000 VND / Person für den Eintritt in die Phong Nha Höhle.

Vor Ort trafen wir auf ein weiteres Pärchen aus Großbritannien, die auch die Höhlen auf eigene Faust erkunden wollten. Wir taten uns zusammen und buchten die Phong Nha und Tien Son Tour. Die Dame verstand uns scheinbar allerdings falsch und buchte uns nur auf die Phong Nha Höhle. Das erfuhren wir aber erst später.

Wir begaben uns gemeinsam zum Bootsanleger und stiegen auf das motorisierte Boot, mit dem wir durch das seichte Wasser zum Eingang der Höhle gefahren wurden. Alleine die Fahrt dauerte schon 30 Minuten. 

Bootsanleger für die Touren zur Phong Nha Höhle
Bootsanleger für die Touren zur Phong Nha Höhle

Der Ausblick war herrlich, nur der Regen wurde stärker. Zum Glück war das Boot überdacht und wir hatten unsere Regenjacken dabei.

Bootsfahrt zur Phong Nha Höhle
Bootsfahrt zur Phong Nha Höhle

Bootsfahrt zur Phong Nha Höhle

Wir erreichten den Eingang der Höhle und fuhren mit dem Boot hinein – ein beeindruckendes Erlebnis, da sich der Eingang spektakulär im Flussufer öffnet.

Eingang der Phong Nha Höhle
Eingang der Phong Nha Höhle

In der Höhle selbst wurde der Motor des Boots abgeschaltet und die Bootsführer, die mit langen Stäben ausgerüstet waren, ließen das Boot wie in einer Gondoliere in Venedig ruhig durch das Wasser gleiten.

In der beeindruckenden Phong Nha Höhle

In der beeindruckenden Phong Nha Höhle
In der beeindruckenden Phong Nha Höhle

Im Inneren beeindruckte die Höhle mit riesigen Stalaktiten und Stalagmiten, gewaltigen Kammern und einer bizarren, jahrtausendealten Felslandschaft. Die Höhle gilt als eine der schönsten Flusshöhlen der Region.

In der beeindruckenden Phong Nha Höhle

In der beeindruckenden Phong Nha Höhle

In der beeindruckenden Phong Nha Höhle

Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinsehen sollten. Die Formationen waren wirklich atemberaubend.

In der beeindruckenden Phong Nha Höhle

In der beeindruckenden Phong Nha Höhle

Die Phong Nha Höhle gehört gemeinsam mit den anderen Höhlensystemen des Parks zu einem der ältesten Karstgebiete Asiens – geformt vor ca. 400 Millionen Jahren.

Das Boot glitt an felsigen Wänden mit herabhängenden Kalksteinspitzen vorbei, die im Schein des Lichts dramatisch wirkten. Stalagmiten, Stalaktiten, Vorhänge, Säulen und terrassenartige Formationen in allerlei Farben und Formationen ließen uns Staunen. Das war ja unbeschreiblich schön.

In der beeindruckenden Phong Nha Höhle

In der beeindruckenden Phong Nha Höhle

In der beeindruckenden Phong Nha Höhle

In der beeindruckenden Phong Nha Höhle

Wir fuhren rund einen Kilometer durch die breite Höhle. Am Ende ging es auf gleichem Weg zurück zu einem kleinen Steg, an dem wir nun ausstiegen und zu Fuß durch die Höhle gingen.

In der beeindruckenden Phong Nha Höhle

In der beeindruckenden Phong Nha Höhle

Ein paar andere Boote mit Schulkindern hatten ebenfalls angelegt und wir ließen ihnen den Vortritt, bevor wir uns auf einem gut ausgebauten Weg an die Erkundung der Phong Nha Höhle begaben.

Erkundung der Phong Nha Höhle
Erkundung der Phong Nha Höhle

Erkundung der Phong Nha Höhle

Die hohe Decke der Höhle ließ das Gefühl auskommen, wie in einer riesigen Kathedrale zu stehen. Natur pur.

Erkundung der Phong Nha Höhle

Beeindruckt schauten wir uns in aller Ruhe um und schossen zahlreiche Fotos von den großen, kleinen, bunten und glitzernden Tropfsteinen, die wie eine unterirdische Skulpturenausstellung wirkten. Solch eine Schönheit der Natur hatte ich noch nie gesehen und wir waren schon in einigen Ländern in der Welt unterwegs.

Erkundung der Phong Nha Höhle

Erkundung der Phong Nha Höhle

Durch die warme Beleuchtung glitzerten die Tropfsteine und ließen die Formationen imposant erscheinen.

Erkundung der Phong Nha Höhle

Erkundung der Phong Nha Höhle

Erkundung der Phong Nha Höhle

Erkundung der Phong Nha Höhle

Erkundung der Phong Nha Höhle

Erkundung der Phong Nha Höhle

Demütig vor solch einer Schönheit spazierten wir auf einem Holzbohlenweg durch die Höhle.

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Hohe Türme ragten rechts und links von uns auf und wir positionierten die Kamera, um möglichst viel davon einzufangen.

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Kurz vor dem Ausgang warteten grüne, gelbe und ockerfarbene Gesteinsformationen auf uns, vor denen wir ein Erinnerungsfoto schossen.

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Wir traten hinaus ins Freie und liefen über Stufen aufwärts. Das Pärchen aus Großbritannien war vor uns und gemeinsam wollten wir zur Tien Son Höhle besuchen, deren Eingang oberhalb der Phong Nha Höhle liegt und über 500 Stufen zu erreichen ist.

Aber als wir unser Ticket zum Betreten des Weges vorzeigten, sagte uns die Dame, dass wir nur den Besuch der Phong Nha Höhle gebucht hatten. Ein nachträgliches Anpassen des Tickets war nicht möglich, so dass wir nach einem Besuch des stillen Örtchens hinab zum Bootsanleger liefen und auf dem Fluss zurückfuhren.

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Wir genossen den Ausblick. Immerhin hatte es aufgehört zu regnen.

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Nach einer halben Stunde erreichten wir den Anleger in Phong Nha, verabschiedeten uns von dem anderen Pärchen und fuhren mit dem Roller zurück zur Unterkunft.

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Marcel wäre gerne noch in den Pool gesprungen, aber das Wetter lud heute nicht zum Baden ein und es war auch nicht so richtig schön warm.

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Den Nachmittag bis zum Einbruch der Dunkelheit ließ ich mit Blick auf die Karstfelsen in der Hollywood-Schaukel ausklingen, während Marcel ein kleines Nickerchen hielt.

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Ausblick vom Balkon ins Grüne

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Ein erneuter Regenschauer zog auf und ich verzog mich ins Innere.

Gegen 18 Uhr machten wir uns mit dem Roller noch einmal auf den Weg in die Stadt, um im Bamboo Chopsticks Restaurant zu Abend zu essen.

Abendessen im Bamboo Chopsticks Restaurant in Phong Nha

Gut gesättigt fuhren wir zurück, gaben die Rollerschlüssel an der Rezeption ab und ließen den verbleibenden Abend bei einer Runde Golf im Fernsehn ausklingen.