Vietnam 2025: Besuch der Ti Top-Insel und Rückfahrt nach Hanoi

Unsere Nacht auf dem Boot war sehr angenehm gewesen, denn sowohl das Wasser als auch die übrigen Gäste hatten sich ruhig verhalten und wir konnten verhältnismäßig gut schlafen. Das leichte Schaukeln des Bootes führte bei mir zum Glück auch nicht zu Seekrankheit. Der heutige Tag der Zwei-Tages-Bootstour auf der Amanda Premier Cruise endete mit einem Besuch der malerischen aber komplett überlaufenen Ti Top Insel.

Doch zunächst hieß es für uns früh aufstehen. Um 05:38 Uhr sollte die Sonne über der Halongbucht aufgehen und das Spektakel wollten wir uns nicht entgehen lassen. Den gestrigen Sonnenuntergang hatte ich leider verpasst, da wir erst nach Einbruch der Dunkelheit zurück auf dem Schiff waren.

Der Wecker klingelte uns aus dem Bett und wir begaben uns auf das Sonnendeck. Es war angenehm kühl draußen und wir warteten gebannt auf den gelben Feuerball.

Sonnenaufgang in der Halongbucht
Sonnenaufgang in der Halongbucht

So nach und nach färbte sich der Himmel bunt und die aufgehende Sonne tauchte die Umgebung in ein erstes Licht.

Sonnenaufgang in der Halongbucht

Sonnenaufgang in der Halongbucht

Bis die Sonne allerdings zwischen den Karstfelsen auftauchte, vergingen rund 45 Minuten. Zwischendurch wartete ein Crew-Mitglied auf Gäste, die um 06:00 Uhr bei einer Tai-Chi-Session mitmachen konnten. Allerdings kam niemand, so dass der Trainer/Guide und Animateur sich auch etwas entspannte und sich mit seinem Handy beschäftigte.

Sonnenaufgang in der Halongbucht

Der Anbruch des Tages kündigte sich an und wir sahen, wie viele Boote in der Halongbucht ankerten. Wirklich verrückt, wie viele Touristen sich hier gleichzeitig aufhielten. Wir waren daher gespannt, wie voll es auf der Ti Top Insel werden würde.

Sonnenaufgang in der Halongbucht

Sonnenaufgang in der Halongbucht

Nachdem die warmen Strahlen der Sonne und wärmten, schossen wir ein paar letzte Fotos und begaben uns unter Deck zum kleinen Frühstück mit Tee, Kaffee und ein paar Süßigkeiten. Das richtige Frühstück folgte nach Rückkehr auf das Boot gegen 09:00 Uhr.

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Blick auf die Ti Top Insel
Blick auf die Ti Top Insel

Die Überfahrt zur Ti Top Insel war für die erste Gruppe um 07:20 Uhr angesetzt. Auch heute verspätete sich das Tenderboot wieder, so dass die Abfahrt erst um 07:30 Uhr startete. Heimlich hatten wir uns heute zur ersten Gruppe gesellt, denn wir hatten keine Lust, schon wieder zu warten.

Da noch ausreichend Platz auf dem Boot war, fiel unser Aufenthalt nicht auf und wir waren mit eines der ersten Boote, die die kleine Insel mit dem idyllischen Strand erreichten.

Auf der Ti Top Insel
Auf der Ti Top Insel

Unser Guide erzählte uns ein paar Dinge zur Gründung und Namensgebung der Insel und danach hatten wir bis 08:30 Uhr Zeit das Eiland zu erkunden.

Namensgeber der Insel - der russische Astronaut Gherman Titov
Namensgeber der Insel – der russische Astronaut Gherman Titov

Wir nahmen direkt den Aufstieg zum Aussichtspunkt in Angriff, denn der würde nach und nach immer stärker frequentiert werden. Die Boote kamen im Minutentakt am kleinen Hafen der Insel an.

Aufstieg zum Aussichtspunkt auf der Ti Top Insel
Aufstieg zum Aussichtspunkt auf der Ti Top Insel

420 Stufen mussten zurückgelegt werden und je weiter wir nach oben kamen, umso mehr staute es sich, da ein paar Leute vor, die Stufen förmlich hochkrochen. Überholen war hier schwierig, da die Treppe nicht wirklich breit war. Besser wäre es gewesen, einen anderen Abgang zu bauen, so dass sich ein Rundweg ergeben hätte.

Aufstieg zum Aussichtspunkt auf der Ti Top Insel
Stau auf dem Weg nach oben

Nach 10 Minuten waren wir oben angekommen und konnten einen überwältigenden Blicht auf die Halongbucht und die vielen Karstfelsen werfen. Grandios und atemberaubend. Der Aufstieg hatte sich gelohnt.

Ausblick auf die Halongbucht von der Ti Top Insel
Ausblick auf die Halongbucht von der Ti Top Insel

Wir schossen von allen Seiten Fotos und sahen zu, dass wir Land gewannen, denn auf dem kleinen Aussichtspunkt wurde es immer voller. Viel Platz für die ganzen Touristen war hier nicht.

Ausblick auf die Halongbucht von der Ti Top Insel

Ausblick auf die Halongbucht von der Ti Top Insel

Ausblick auf die Halongbucht von der Ti Top Insel

Ausblick auf die Halongbucht von der Ti Top Insel

Der Abstieg dauerte allerdings eine gefühlte Ewigkeit, denn an einigen Stellen war es recht schmal und die Leute trauten sich beim Abwärtsgehen nicht vorbei, wenn Leute von vorne kamen. Etwas nervtötend war das ja schon. Zumal es auch Besucher gab, die wirklich ängstlich die Stufen im Schneckentempo heruntergingen. Man wundert sich manchmal schon.

Je später, desto voller wurde es
Je später, desto voller wurde es

Wir waren jedoch froh, dass wir direkt mit dem ersten Boot übergesetzt waren, denn die Schar an Menschen, die sich nach oben zu dem Aussichtspunkt schoben, nahm kein Ende. Gut, dass wir doch nicht gestern Nachmittag hier halt gemacht hatten, sondern heute eines der ersten Boote waren, die vor Ort ankerten. Ich weiß ja nicht, ob es fürs Erlebnis nicht sinnvoll wäre, den Tourismus hier etwas zu beschränken oder zumindest den Zeitpunkt der Touren zu entzerren. Die Landschaft ist wirklich traumhaft aber so einen Massentourismus hatte ich bis jetzt noch nie gesehen.

Da die meisten Touristen gerade erst an Land gekommen waren und zum Aussichtspunkt pilgerten, war am Strand noch nicht viel los. 

Strand auf Ti Top Island
Strand auf Ti Top Island

Strand auf Ti Top Island

Strand auf Ti Top Island

Wir liefen zunächst entlang einer kleinen Promenade und blickten auf die Karstfelsen.

Strand auf Ti Top Island

Strand auf Ti Top Island

Danach spazierten am Strand zurück zum Bootsanleger und warteten auf den Einstieg auf das Tenderboot. 

Strand auf Ti Top Island

Strand auf Ti Top Island

Auf der Rückfahrt waren nun alle Passagiere an Bord, da das Tenderboot nicht zweimal fahren wollte. Der Platz zum Anlegen ist extrem beschränkt und nur wenige Boote können das Pier anfahren. Zum Glück mussten wir bis zur Amanda Premier nicht weit fahren, denn alle Gäste konnten auf dem Tenderboot nicht sitzen. Dafür war das Boot nicht ausgelegt.

Wir waren froh als wir zurück auf dem Schiff waren. Zurück auf dem Zimmer packten wir unsere restlichen Sachen und stellten das Gepäck in den Flur, wo die Crew es später abholte und nach unten brachte.

Währenddessen gingen wir frühstücken und blickten beim Zurückfahren zum Hafen ein letztes Mal auf die Karstfelsen.

Nach dem Frühstück begaben wir uns an Deck und genossen den Ausblick. 

Fahrt durch die Halongbucht
Fahrt durch die Halongbucht

Fahrt durch die Halongbucht

Fahrt durch die Halongbucht

Fahrt durch die Halongbucht

Fahrt durch die Halongbucht

Es war Wahnsinn, wie viele Boote vor, hinter und neben uns gleichzeitig durch die Bucht schipperten. So schön wie die Halongbucht auch ist aber hier würden wir nicht noch einmal hinfahren wollen oder wenn dann nur als Tagestripp. Wobei der Zeitplan bei einem Tag vermutlich so eng getaktet ist, dass man noch mehr hetzen muss. Wir hatten zumindest an allen Sehenswürdigkeiten sehr viel Zeit, um uns in Ruhe umzuschauen.

Fahrt durch die Halongbucht
Alle Ausflugsboote fahren zum selben Zeitpunkt zurück zum Hafen

Auf dem Sonnendeck war kaum was los. Die meisten Passagiere waren unter Deck, so dass wir freie Platzwahl hatten und von vorne auf die Natur blickten.

Fahrt durch die Halongbucht

Fahrt durch die Halongbucht

Fahrt durch die Halongbucht

Wir schossen ein paar letzte Fotos, bevor das Boot nach etwa 1,5 Stunden gegen 10:00 Uhr im Hafen ankam.

Fahrt durch die Halongbucht

Fahrt durch die Halongbucht

Fahrt durch die Halongbucht

Fahrt durch die Halongbucht

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Hier mussten wir eine geschlagene Stunde auf unseren Shuttle warten, der uns erst gegen 11:15 Uhr zurück nach Hanoi brachte. Wir würden daher definitiv einen privaten Shuttle für ein paar Euro mehr empfehlen. 

Wir waren mit die letzten Gäste, die den riesigen Hafen verließen und mit einem großen Reisebus die zwei Stunden Fahrt inkl. Zwischenstopp an dem Verkaufsshop in Angriff nahmen.

Dieser konnte natürlich auch nicht direkt am L´Signature Hotel und Spa halten, dass wir erneut für unsere letzte Nacht in Hanoi gebucht hatten.

Zu Fuß liefen wir daher in die verschlafene Seitenstraße des Hotels und wurden freundlich empfangen. Eigentlich hatten wir für die eine Nacht nur ein Standardzimmer gebucht, bekamen aber ein Upgrade auf die Royal Suite, die mit einem großen Zimmer und einem Balkon mit Badewanne und Sitzecke auf uns wartete. Was für ein super Service. Generell können wir das L´Signature Hotel und Spa in der Altstadt von Hanoi nur jedem wärmstens empfehlen. Die Mitarbeiter sind alle durchweg freundlich und bemüht, den Gästen immer und mit allem zu helfen.

Royal Suite im L´Signature Hotel und Spa in Hanoi
Royal Suite im L´Signature Hotel und Spa in Hanoi

Royal Suite im L´Signature Hotel und Spa in Hanoi

Royal Suite im L´Signature Hotel und Spa in Hanoi

Royal Suite im L´Signature Hotel und Spa in Hanoi

In unserer ruhigen Seitenstraße befand sich auch eine Pizzakette – die Pizza 4P’s – die in Vietnam sehr beliebt war. Einfach so reingehen, war aber nicht möglich, denn das gut besuchte Restaurant war häufig ausgebucht. Marcel ging daher kurzerhand in den Laden und organisierte für 17:15 Uhr einen Platz.

Um 17:00 Uhr liefen wir vom Hotel zum Pizzaladen und waren gespannt, ob die Pizza hielt, was sie versprach, denn meistens sind Pizzen in Asien ja eher eine Enttäuschung.

Wir bekamen einen Tisch in der zweiten Etage und konnten auf das rege Treiben  unserer Straße blicken.

Im Pizzaladen selbst waren einige Touristen, aber auch viele Vietnamesen. Ich bestellte mir eine Vier-Käse-Pizza, die mit selbst gemachten Mozzarella belegt war, und Marcel bestellte sich eine geteilte Pizza. Eine Hälfte mit 5-Käse und eine mit Schinken und Burrata.

Wir warteten nicht lange und konnten eine wirklich ausgezeichnete Pizza aus dem Steinofen genießen. Knusprig, dünner Boden, dicker Rand und ausgewogener Belag. Der Laden war wirklich top und wir ließen uns die italienische Köstlichkeit schmecken.

Pizza im 4P's in Hanoi
Pizza im 4P’s in Hanoi

Nach dem Essen beschlossen wir, noch einmal der Train Street einen Besuch abzustatten. Die schmale Straße, durch der die Züge direkt an einem vorbeifahren, war eine echte Besonderheit.

Auch heute hatten wir Glück und bekamen am Eingang gesagt, dass der nächste Zug in rund 15 Minuten eintreffen bzw. durchfahren würden.

Train Street in Hanoi
Train Street in Hanoi

Wir liefen über die Gleise an zahlreichen Bars und Restaurants vorbei und suchten uns einen freien Platz.

Train Street in Hanoi

Souvenirhändler priesen ihre Waren an und vor dem Eintreffen des Zuges herrschte reges Treiben auf dem Gleis.

Train Street in Hanoi

Train Street in Hanoi

Wir fanden ein Lokal und nahmen am Gleisbett Platz. Marcel bestellte sich ein Bier, während ich einen Joghurtdrink mit Erdbeere nahm.

Warten auf den Zug
Warten auf den Zug

Die Tische füllten sich und die Barbesitzer verscheuchten die restlichen Touristen von den Gleisen. Wer nicht sitzen wollte, musste gehen, denn für Fußgänger war es verboten, sich während der Durchfahrt um oder auf dem Gleis aufzuhalten. Verständlich, denn zwischen Tisch und Gleis sind nur wenige Zentimeter Platz.

Die Einfahrt wurde mit einem mehrmaligen Hupen des Zuges angekündigt. Einige Touristen konnten es auch heute wieder nicht lassen, aufzustehen. Das ist echt gefährlich, denn im Falle eines Falles kann der Zug nicht bremsen. 

Der Zug kommt

Der Zug kommt
Der Zug kommt

Umso verständlicher, dass die Besitzer etwas härter im Umgangston mit den aufmüpfigen Touristen sind. Die Train Street wurde schon mehrmals geschlossen, da es immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt. Wäre doch wirklich schade, wenn so ein Highlight für immer geschlossen werden würde, nur weil sich einige wenige wieder mal nicht benehmen können.

Ganz schön eng, wenn der Zug durch die Train Street fährt
Ganz schön eng, wenn der Zug durch die Train Street fährt

Nachdem der Zug durchgefahren war, herrschte im Null-Komma-Nix wieder reges Treiben auf dem Gleis als wäre nichts gewesen. Die Souvenirverkäufer waren ebenfalls zurück.

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Wir tranken aus, bezahlten und liefen über das Gleis zurück in Richtung Hotel.

Train Street in Hanoi

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Train Street in Hanoi

Train Street in Hanoi

Train Street in Hanoi

Die vielbefahrenen Straßen in Hanoi zu überqueren war auch heute wieder ein Erlebnis für sich und ich war froh als Marcel uns durch ein paar ruhige Seitenstraße lotste.

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Es war Samstagabend und die Läden waren gut gefüllt. Laute Musik schallte durch die Gassen als wir am Hotel ankamen und wir wollten uns erst noch ein wenig umsehen.

Aber der lange Tag steckte uns in den Knochen und auch Morgen mussten wir bereits um 04:00 Uhr aufstehen.

Wir begaben uns daher zu Bett und versuchten irgendwie ein wenig zu Schlafen. Schallisoliert waren die Fenster leider nicht. Selbst mit Ohropax waren der laute Basslauf und der Gesang bis tief in die Nacht zu hören, so dass wir vielleicht zu maximal zwei Stunden Schlaf bekamen. Da half leider auch die schönste Suite nicht, um den Lärm auszublenden. Hoffentlich wurde es in den nächsten Tagen abseits der Städte etwas ruhiger.