Mauritius: Ab in die Sonne

Ein bisschen Wärme und Entspannung war unser Anspruch an das nächste Reiseland, in das es im Dezember gehen sollte. Zuerst hatten wir mit Südamerika geliebäugelt aber die Corona-Situation in einigen Ländern war für uns teilweise zu undurchschaubar und änderte sich ständig. In der engeren Auswahl standen daher Mexiko, die Malediven und Mauritius. Wir entschieden uns für Letzteres, denn die Flugzeiten mit Condor waren gut und auch die Aussicht auf einen Nonstop-Flug überzeugten uns, das Ziel im Indischen Ozean auszuwählen.

Mit der Bahn ging es am 13.12.2022 zum Frankfurter Flughafen. Da die Pünktlichkeit der Züge im Moment sehr stark variiert, planten wir einen Zug eher ein als empfohlen und erreichten um 14:00 Uhr mit einer halbstündigen Verspätung den Flughafen in Frankfurt.

Wir begaben uns ins Terminal 1, wo wir entsetzt feststellten, dass unsere Maschine, die eigentlich um 16:10 Uhr starten sollte, jetzt schon eine Stunde Verspätung hatte. Irgendwie war doch heute der Wurm drin.

Am Flughafen Frankfurt

Im leeren Terminal 1 gaben wir das Gepäck ab und hatten gegen 15 Uhr auch die Sicherheitskontrolle passiert, die ebenfalls wie ausgestorben war.

Die Wartezeit verbrachten wir in einem Ruhebereich im Abflugbereich B. Auf den Ledersesseln ließ es sich bis etwa 17 Uhr gut aushielten.

Ab in die Sonne

Dann endlich begann das Boarding und gegen 17:30 Uhr waren alle Passagiere an Bord. Abfliegen konnten wir leider immer noch nicht, da das Gepäck noch nicht verladen war. Da haben die so lange Zeit und fangen damit erst an, wenn alle Passagiere schon im Flieger sitzen. Das läuft auch nicht besser als in Düsseldorf.

Endlich hatte der Pilot gegen 18 Uhr das Cleard for take-off und unser A330 konnten seinen rund 10 stündigen Flug hinter sich bringen. Eigentlich wären es gut 11 Stunden gewesen aber aufgrund der hohen Verspätung wollte der Kapitän diese gerne unterwegs wieder ein wenig aufholen. Bis auf 40 Minuten gelang ihm das auch.

Ich hatte mir diesmal gegen meine Flugangst Tabletten verschreiben lassen und hoffte, dass sie mich den elendig langen Nachtflug mal mit ein wenig Schlaf überwinden ließen.

Zusätzlich hatten wir vorher Plätze mit mehr Beinfreiheit gebucht und konnten uns etwas ausstrecken.

Nach rund einer Stunde zeigten die Tabletten schon ihre Wirkung. Von der Müdigkeit übermannt, aß ich noch schnell die Pasta al Arabiata und fiel danach in eine Art Trancezustand, bei dem sich Schlaf- und Aufwachphasen abwechselten.

Trotz Nachtflug war es leider sehr unruhig. Nicht die Turbulenzen waren schuld – denn die waren diesmal so gut wie war nicht vorhanden – sondern die Leute, die ständig durch die Kabine liefen, aufs Klo gingen oder die Flugbegleiter, die irgendwas in der Galley hin- und herräumten. Für Marcel war an Schlaf nicht zu denken.

Ich hingegen konnte diesmal nicht klagen. Erst als es draußen bereits hell war und das Frühstück serviert wurde, wachte ich auf. Mittlerweile lagen nur noch zwei Stunden Flug vor uns, die schnell vorbeigingen.

Gegen 07:15 Uhr landeten wir auf dem internationalen Flughafen von Mauritius Sir Seewoosagur Ramgoolam.

Angekommen auf Mauritius

Sir Seewoosagur Ramgoolam International Airport of Mauritius

Ich fühlte mich zwar ziemlich bematscht aber das hätte ich mich auch ohne Tabletten, denn dann wäre an Schlaf nicht zu denken gewesen. So konnte ich mich mit den Nebenwirkungen gut arrangieren und hoffte, dass diese im Laufe des Tages ein wenig abklingen würden. Müde waren wir beide trotzdem.

Wir stiegen aus dem Flieger und betraten mauritischen Boden. Wir genossen die angenehme Temperatur von etwa 25 Grad und begaben uns zur Passkontrolle.

Danach folgte noch die Gesundheitskontrolle, für die wir vorab in Deutschland das All-in-One Travelformular (im Internet verfügbar unter https://safemauritius.govmu.org/) ausgefüllt hatten. Wer dies nicht zu Hause ausfüllen kann, muss dies aktuell vor Ort nachholen. Weitere Nachweise wie Impfpass oder Covid-Testergebnis waren nicht notwendig.

Nach nur 15 Minuten warteten wir an der Gepäckausgabe auf die Koffer, die schon auf dem Band unterwegs waren. Das nenne ich mal eine schnelle Abwicklung. Dagegen graut es mir schon wieder auf dem Rückflug nach Frankfurt. Da ist das Chaos doch bereits vorprogrammiert.

Unser Auto nahmen wir beim Verleiher Pingouin Car Rental entgegen. Auch das Prozedere lief schnell ab. Der Mitarbeiter zeichnete kurz die Kratzer und Dellen ein und wenig später konnten wir los.

Unser Mietwagen auf Mauritius

Auf Mauritius herrscht Linksverkehr, daher war am Anfang Konzentration erforderlich. Das mit dem Blinken und dem Scheibenwischer lernt Marcel dann noch im Laufe der nächsten Tage.

Fahrt in den Norden

Wir peilten im GPS-Gerät unsere Unterkunft Choisy Les Bains an und folgten der gut ausgebauten Straße in Richtung Norden.

Mit dem Mietwagen auf Mauritius unterwegs

Es herrschte zum Glück nicht allzu viel Verkehr, nur an die vielen Kreisverkehre muss man sich beim Linksfahren wirklich gewöhnen. Ein erster Eindruck von der Landschaft machte Lust auf mehr.

Mit dem Mietwagen auf Mauritius unterwegs

Mit dem Mietwagen auf Mauritius unterwegs

Mit dem Mietwagen auf Mauritius unterwegs

Wir waren beide wirklich todmüde und froh als wir nach etwa einer Stunde am Hotel ankamen. Einchecken konnten wir leider noch nicht aber wir konnten uns an den schönen Pool legen, der kaum besucht war und uns so ein wenig Ruhe und Erholung bot.

Entspannen im Choisy les Bains auf Mauritius

Die Windbrise kühlte uns ab, denn von Stunde zu Stunde stiegen die Temperaturen stetig an. Da wir nicht wussten, wo unsere Badesachen waren, mussten wir mit Zuschauen Vorlieb nehmen. Immerhin hatten wir im Handgepäck schon die kurzen Klamotten verstaut gehabt, so dass wir hier bereits in Sommersachen auf den Liegen entspannen konnten.

Pool im Choisy les Bains auf Mauritius

Pool im Choisy les Bains auf Mauritius

Gegen 12:30 Uhr setzten wir uns ein wenig in das direkt am Pool gelegene Restaurant und aßen einen kleinen Snack. 

Restaurant im Choisy les Bains auf Mauritius

Wir waren froh, dass wir schon zwei Stunden vor offiziellem Check-In unser Apartment im Choisy les Bains beziehen konnten.

Unser Apartment im Choisy les Bains auf Mauritius

Unser Apartment im Choisy les Bains auf Mauritius

Unser Apartment im Choisy les Bains auf Mauritius

Unser Apartment im Choisy les Bains auf Mauritius

Unser Apartment im Choisy les Bains auf Mauritius

Das großzügige Apartment hatte eine schöne Terrasse mit direktem Poolzugang.

Unser Apartment im Choisy les Bains auf Mauritius

Wir schliefen ein paar Stunden, bevor wir gegen 16 Uhr zum Supermarkt fuhren, um Lebensmittel einzukaufen. Ich hatte den Lolo Hypermarkt – etwa 15 Minuten von der Unterkunft entfernt – herausgesucht. Wie sich jedoch später herausstellte, gab es in Grand Baie bessere Einkaufsmöglichkeiten.

Fahrt zum Supermarkt

Nachdem wir alles Notwendige bekommen hatten, fuhren wir zurück zur Unterkunft und spazierten zum nahegelegenen Mont Choisy Beach.

Der weitläufige Strand lud uns jedoch nicht mehr zum Baden ein, obwohl sowohl die Luft- als auch die Wassertemperatur ein spätes Bad im Indischen Ozean hergegeben hätte.

Mont Choisy public beach

Mont Choisy public beach

Mont Choisy public beach

Mont Choisy public beach

Wir spazierten daher am Sandstrand entlang und genossen es einfach nur die Füße in das lauwarme Wasser zu tauchen.

Mont Choisy public beach

Am Hotel Spa Club Med machten wir kehrten und schlenderten zurück zum Auto. Schade, dass wir den Sonnentergang heute nicht bestaunen konnten. Dieser soll nämlich an der Nordwestküste sehr spektakulär sein. Aber Morgen war ja auch noch ein Tag.

Mont Choisy public beach

Den restlichen Abend ließen wir bei einem Cocktail an der Hotelbar ausklingen.

So lässt sich der Tag doch gut enden

Im Choisy Les Bains