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13. Etappe: Von Düsseldorf-Garath nach Monheim am Rhein

Gesamtlänge: 15,7 km
Wanderzeit: 4 Std.
Aufstiege:  65 m
Abstiege:  75 m

 Geocaches entlang der Etappe:
  • Garather Schlossgespenst“ (GC3DP4W), Tradi
  • Blick in den alten Rhein“ (GC5ZGK7), Tradi
  • Archos Palingenius [Nano]“ (GC25XHC), Tradi
  • ¿¿¿ Durchgedreht ???“ (GC5AWT7), Tradi (viel Zeit mitbringen, D4, T4)


Um 08:00 Uhr trafen wir uns mit Carsten zur Erwanderung unserer heutigen Etappe entlang des neanderland STEIGs von Düsseldorf-Garath nach Monheim. Gegen 08:45 Uhr trafen wir am Startpunkt ein und parkten das Auto. Zu Fuß begaben wir uns zum Schloss Garath, an dem unsere letzte Etappe geendet hatte. Die Ursprünge des Schlosses Garath sind nicht genau geklärt. Man geht davon aus, dass der Rittersitz Garath bereits im 9. Jahrhundert existierte und hier das das Rittergeschlecht von Garderode residierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg bezogen britische Truppen das Schloss, und es verblieb bis in die 1950er Jahre im Besitz der britischen Regierung, bis die Bundesrepublik es aufkaufte und der Deutschen Bundespost übergab. Am 29. April 1978 erwarb die Stadt Düsseldorf Schloss Garath von der Deutschen Bundespost und nutzte es zumeist für kulturelle Veranstaltungen. Im Schlosspark befindet sich auch eine neobarocke Schlosskapelle, die der Architekt Max Wöhler erbaute. Heute wird das Schloss von zahlreichen Unternehmungen gewerblich genutzt. Wir liefen durch den Schlosspark und folgten danach den Wanderzeichen bis zur B8, die wir überquerten und in den Wald hineingingen. Der Garather Mühlenbach schlängelte sich entlang unseres Weges. Ein schöner Auftakt.

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Wir traten aus dem Wald heraus, gingen nach rechts und erreichten das wunderschöne Naturschutzgebiet „Urdenbacher Kämpe“.  Dieses Überschwemmungsgebiet umfasst die Fläche zwischen dem Rhein und dem Urdenbacher Altrhein. Es entstand im Jahr 1374, als der Rhein bei einem Durchbruch nach einem Hochwasser seinen Flussverlauf änderte und sein heutiges Flussbett einnahm. Von einem Aussichtspunkt genossen wir den Weitblick, bevor es durch herrliche Auenwälder und zwischen Feldern geradeaus auf den Schotterwegen entlang des Naturschutzgebiets weiterging.

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Wir überquerten die L293 und standen kurz darauf vor dem Haus Bürgel. Es wurde ursprünglich im 4. Jahrhundert n. Chr. als römisches Kastell errichtet. Auf den heute noch sichtbaren Fundamenten wurde im frühen Mittelalter eine fränkische Burganlage errichtet, die später als Gutshof genutzt wurde. Die NRW-Stiftung erwarb und restaurierte das Anwesen, in dem  heute ein Römisches Museum, eine Biologische Station und eine Kaltblutpferdezucht untergebracht sind. Auf dem Hof trainierten gerade einige Reiter ihre Pferde.

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Wir wanderten geradeaus in den Wald hinein und folgten weiter den Wanderzeichen. Am Waldesrand entlang konnten wir schöne Blicke auf die saftigen Wiesen und Felder werfen. Ein sehr schönes Teilstück der Etappe.

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Zwischen Bäumen und Feldern vorbei gelangten wir zum Restaurant Rheinblick am Campingplatz, welches sich tatsächlich direkt am Rhein befindet. Auch wir genossen den herrlichen Blick auf den Rhein und folgten dem neanderland STEIG entlang der asphaltierten Rheinpromenade. Hier war es bereits deutlich voller. Bei dem schönen Wetter wollte jeder vor die Tür. Wir hatten nun ca. 8km der Wanderetappe hinter uns. Weitere 7km lagen vor uns.

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Immer den Blick aufs Wasser gerichtet, erreichten wir das Gewerbegebiet von Monheim. Wir folgten dem Wanderweg noch ein Stück entlang der Promenade und bogen dann nach links ab. Wir erreichten die ersten Häuser von Monheim und hätten dem Weg in die Altstadt folgen können. Stattdessen entschieden für uns jedoch für ein Eis und nahmen unsere Wanderung bis zum Etappenziel wieder auf. Lange konnten wir das Eis sowieso nicht genießen, da die Wespen eine echte Plage waren.

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Durch einen kleinen Park, in dem der Metallplastiker Odo Rumpf seiner künstlerischen Fantasie freien Lauf ließ. Der Archus Palingenius ist der kunstvolle Versuch, die imaginäre Frühgeschichte Monheims mit der realen historischen Entwicklung der Stadt in einer Großskulptur zu verschweißen.

Der Weg führte weiter auf asphaltierten Wegen auf den Rheindeich. Diesem folgten wir nun ein wenig, verpassten aber anscheinend einen Abzweig und waren ein wenig verwirrt. Während Marcel und Carsten in die Technik des GPS vertieft waren, hielt ich Ausschau nach dem weiteren Wegverlauf. Wir folgten jedoch erst den falschen Wegmarkierungen und gingen wieder zurück Richtung Monheim, bis wir feststellten, dass das nicht richtig sein kann. Wir liefen wieder zum Hauptweg und suchten die Wegmarkierung, die wir kurze Zeit später auch entdeckten. Allerdings war die ein wenig beschädigt. Irgendjemand versucht wohl absichtlich, die Schilder abzusägen. Das war schon das zweite Mal, dass wir heute ein kaputtes Schild vorfanden.

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Wir gingen vom Rheindeich ab und wanderten stattdessen unterhalb diesem weiter auf einem Feldweg. Das war deutlich angenehmer für die Füße als der Asphalt.

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Das Etappenende lag nun nah und nach einem weiteren Kilometer Wegstrecke erreichten wir den Reiterhof Gut Blee.

Wir begaben uns zur Hauptstraße und der Bushaltestelle Alfred-Nobel-Straße. Da es sonntags allerdings sehr schwierig mit dem Busfahren hier ist – von Monheim hätten wir gut 40 Minuten bis zurück nach Garath benötigt – rief Marcel ein Taxi. Die Nummer der Cityzentrale entdeckten wir durch Zufall direkt in der Nähe der Bushaltestelle. Sehr praktisch. 10 Minuten später holte uns dieses an der Bushaltestelle ab und brachte uns zurück zu unserem Auto. Mit 18 Euro war die Fahrt zwar nicht ganz billig, dafür hatte uns dies aber auch 30 Minuten Zeit gespart.

Von hier fuhren wir nach Hause und verabredeten gleich die nächste Wanderung. Bei dem tollen Wetter heute, hatte es richtig Spaß gemacht. Und Carsten durfte sogar noch ein Souvenir in Form eines Sonnenbrands mit nach Hause genommen. (Wer an die Sonne nicht so gewöhnt ist… :-D)