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15. Etappe: Von Leichlingen nach Solingen

Gesamtlänge: 15,2 km
Wanderzeit: 3,5 bis 4 Std.
Aufstiege:  106 m
Abstiege:  75 m


Mein Gott – wie die Zeit doch vergeht: Fast 1 Jahr ist es her, dass wir auf dem neanderland STEIG unterwegs waren. Höchste Zeit die nächste Etappe in Angriff zu nehmen.

Nachdem wir um halb 8 aus Gladbeck Richtung Essen fuhren, um Carsten einzusammeln, ging es kurzerhand weiter nach Solingen. Der Bus (Schienenersatzverkehr) brachte uns nach Leichlingen, dem Abschluss der vorherigen Etappe. Bei sommerlichen Temperaturen liefen wir vom Bahnhof zum Einstieg des Wanderweges direkt vor der Autobahn A3. Da das GPS mal wieder streikte, hofften wir, den Weg auch so zu finden. Auf der letzten Etappe waren einige Schilder abmontiert worden.

Hatten wir beim letzten Mal hier aufgehört und uns ein wenig über die nicht so schöne Strecke beschwert, sollte es nun nach einer kurzen Parallelwanderung zur Autobahn auch schon direkt in die Natur gehen.

Erstes Highlight der Etappe waren die „Leichlinger Sandberge“. Diese Sandberge, größtenteils nicht mehr erkennbar, da der begehrte weiße Klebesand für die Glas- bzw. Baustoffindustrie abgetragen wurde, sind durch Mitwirkung des Rheines entstanden. Heute befinden sich nur noch 3 Berge (und einen Heidberg) in dem Gebiet der Sandberge. Der Steig führte uns bergauf und bergauf durch die Berge und sorgte gleich zu Beginn für einige zu bewältigende Höhenmeter. Belohnt wurden wir durch eine schöne Aussicht über Leichlingen.

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Nachdem wir den höchsten Punkt erreicht hatten, ging es in teilweise steilen Wegabschnitten am Rande einer Mülldeponie (bereits verfüllt) weiter. Wir überquerten eine Straße und traten erneut in den Wald hinein. Kurze Zeit später verließen wir diesen jedoch schon wieder und wanderten zwischen Feldern auf einer asphaltierten Straße entlang.

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Hier verloren wir fast einmal unseren Weg, denn wir konnten im ersten Schritt nicht glauben, dass der Weg direkt über ein gemähtes Feld verlief. Wir folgten dem Weg weiter in ein Waldgebiet (auch hier wurden wir mit einigen Steigungen überrascht) und kamen an einem Fußballplatz vorbei.

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Oberhalb eines Ausflugrestaurants verlief der Weg im Wald weiter und wir kamen an einer Gedenkstätte der Opfer der beiden Weltkriege vorbei. Nachdem wir eine kleine Schleife durch das Waldgebiet gemacht hatten, überquerten wir eine Straße und wanderten direkt in das nächste Waldgebiet. Die heutige Etappe gefiel uns bis jetzt sehr gut, auch wenn öfters die Autobahn in der Ferne zu hören war. Aber die schmalen, gewundenen Waldpfade ließen uns die Wanderung trotzdem genießen.

Entlang eines kleinen Bächleins verlief der Weg durch einen schönen Wald. Das sanft plätschernde Wasser, der naturbelassene Weg und die idealen Wetterbedingungen im Wald, sorgten für gute Laune und zeigten uns erneut, wie schön es direkt vor der Haustür sein kann. Das passende Sonntagswetter ließ uns jedoch nicht alleine unterwegs sein.

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Nachdem wir den Wald hinter uns gelassen hatten, führte der Weg vorbei am Lokal Schwanenmühle. Doch Halt! – vorbei ist hier das falsche Wort – denn wir nutzen die Stelle (bis zu unserem Ziel „Sohlingen-Ohligs Bahnhof“ sollten es nur noch 5,5 km sein) und erholten uns von den warmen Temperaturen mit Kaffee und Apfelschorle. Auf dem Gelände des Lokals befanden sich ein altes Feuerwehrauto, ein altes Polizeimotorrad und antike Möbel (man könnte auch Sperrmüll sagen). Diese erzeugten eine besondere (manch einer könnte auch sagen vergammelte) Atmosphäre. Nicht das ein falscher Eindruck aufkommt, denn der Wirt war sehr freundlich und man konnte hier gut sitzen. Zum Einkehren empfohlen.

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Nach der Pause ging es weiter auf einem Asphaltweg an Feldern sowie einer großen Villa vorbei. Die Mittagssonne brannte und wir waren froh, dass es nur noch 2km bis zu unserem Etappenziel waren.

Vorbei an einem Spielplatz gelangten wir zu kleinen See und vorbei am Engelsberger Hof. Ein Gebäude aus dem Jahre 1906 mit vorgelagerter Gartenanlage sowie einem historischem Brunnen.

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Direkt hinter dem Engelsberger Hof und nach einer kurzen Wegstrecke innerhalb eines Waldes waren wir auch schon am Ende der heutigen Etappe angekommen. Wir folgten den Zubringerzeichen des neanderland STEIGS über einen Friedhof und mussten zum Schluss nun doch noch googlemaps anwerfen. Wir entdeckten nämlich keine weiteren Zeichen mehr und fragten uns schon, ob wir falsch gegangen waren.

An der Hauptstraße entlang folgten wir daher den Straßenschildern zum Bahnhof Solingen. Hier erwartete uns direkt vor unserem Auto eine Eisdiele, in die wir natürlich zur Belohnung einkehren mussten.

Die Etappe hat uns im Vergleich zu der letzten Etappe deutlich besser gefallen. Abwechslungsreich durch teilweise anspruchsvolle steile Bergauf- und Bergab-Passagen sowie geraden Abschnitten, Wald und Feldwegen. Wollen wir mal hoffen, dass es bis zur nächsten Etappe nicht wieder 12 Monate dauert.