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Etappe 5 – Von Strongili nach Benitses

Gesamtlänge: 10 km
Wanderzeit: ca. 2,5 – 3 Std.
Höhenprofil Etappe 5

Im Wanderführer verläuft die 5. Etappe nicht bis nach Benitses, sondern nach Ano Garouna. Das scheint jedoch falsch zu sein. Der offizielle Korfu-Trail geht bis nach Benitses, daher sind wir diesem und dem GPS-Track gefolgt.

Nach der Ankunft in Strongili, folgten wir der Hauptstraße. Hier erkannten wir auch den Korfu-Trail, der uns den Weg zeigte. Wir gingen auf einem kleinen betonierten Pfad aufwärts. An einer Kirche und dem Friedhof vorbei, gelangten wir zuerst auf einen Schotterweg, der danach in einen Grasweg überging.

Hier war die Wegfindung extrem schwierig. Wir konnten von weitem eine kleine Kirche entdecken. Laut Wanderführer sollten wir nicht zu weit nach links in Richtung dieser Kirche laufen, doch wir gingen zu weit rechts und nahmen einen zu hoch gelegenen Grasweg. Als wir den Irrtum bemerkten, mussten wir einen steilen Abhang hinunter zum GPS-Track. Immerhin war die Aussicht wirklich schön.

Nachdem wir den Wanderweg wieder entdeckt hatten, folgten wir diesem. Wenige Meter weiter, verwandelt sich der Grasweg wieder in festen aber schottrigen Untergrund. Wir stiegen höher und konnten tolle Blicke genießen. Wunderschön.

Wir liefen weiter und kamen erneut zu einer Kirche. Auch von hier konnten wir eine super Aussicht genießen.

Unser nächster Stopp war das Dorf Komianata. Bis hierhin verlief der Weg nun ausschließlich aufwärts. Bei dem Sonnenschein eine schweißtreibende Angelegenheit. Zum Glück lagen die Temperaturen bei angenehmen 20°. An Kleingärten vorbei, erreichten wir das kleine verschlafene Dorf. An einer Bushaltestelle, bereits etwas außerhalb des Dorfes (welches aber sowieso nur aus einer kurzen Straße besteht), rasteten wir.

Auf der Asphaltstraße liefen wir weiter und gelangten kurze Zeit in das nächste kleine Dorf. Dafnata. Auch hier gab es eine Möglichkeit zur Rast. Wir wanderten jedoch weiter in Richtung unseres Etappenziels. An einer Telefonzelle vorbei, führte der Weg wieder hinab. Vorher konnten wir jedoch den ersten Blick auf die „andere Seite“ nämlich Richtung Korfu-Stadt werfen.

Hier verläuft der Weg entgegengesetzt zum Wanderführer. Während laut Buch der Weg weiter auf der Hauptstraße Richtung Kirche und dem Dorf Loukata führt, zweigte der Korfu-Trail jedoch schon ca. 500m vorher in einen kleinen asphaltierten Weg hinab. Diesem folgten wir. Der Weg wurde schmaler und schmaler, bis er nur noch ein schöner natürlicher Pfad war. Auf diesem ging es nun abwärts bis zu einer Straße.

Am Ende des Weges angekommen, folgten wir der Straße nach rechts weiter hinab. Vorbei an einer der wenigen aber schönen Sitzgelegenheiten, gelangten wir in Serpentinen schnell hinab. Immer wieder blickten wir zwischen den Bäumen hindurch auf Korfu-Stadt und das Meer.

Nach 40 Minuten erreichten wir das Etappenziel Benitses. Hier sollte eigentlich schon mehr los sein (so wurde uns zumindest am Morgen in einem Cafe berichtet), doch alle Tavernen, Läden und Hotels waren geschlossen.

Wir liefen ein Stück an der Straße entlang, bis wir die Bushaltestelle erreichten. Diese lag idyllisch gelegen, direkt am glasklaren Meer. Während wir auf den Bus warteten, gingen wir hinab zum Strand.

Wir setzten uns in das Wartehäuschen. Der Bus kam wenige Minuten später. Perfekt abgestimmt. Bis nach Korfu-Stadt fuhren wir ca. 30 Minuten und bezahlten 2 Euro/ Person für das Ticket. Die 5. Etappe hatten wir damit auch erfolgreich beendet.

Am zentralen Busbahnhof endete die Fahrt und wir liefen von hier durch die Stadt zu unserem Hotel. Unterwegs hielten wir bei einem Bäcker und nahmen uns leckeres Gebäck mit Vaniellecremefüllung, Plätzchen und eine Art Pizza mit. Nach der Wanderung wollten wir uns richtig entspannen und hatten das 5-Sterne-Hotel „Corfu Palace“ für 96 Euro gebucht.

Mit schlammigen Schuhen und dreckiger Hose kamen wir in dem noblen Hotel an und fühlten uns ein wenig unwohl. Wir checkten schnell ein, zogen uns frische Anziehsachen an und gingen in die Stadt. Korfu-Stadt ist überschaubar und bietet nur wenige Sehenswürdigkeiten. Da wir morgen noch einen Tag hier verbringen würden, entschlossen wir uns, nur ein wenig durch die Gassen zu schlendern und Gyros zu essen.

Nach 1,5 Stunden machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Auf dem Weg dorthin kehrten wir in eine nette Bar ein, wo es krapfenartiges Gebäck gab. Sehr lecker. Da sich der Abend näherte und ich nur noch liegen wollte, gingen wir zurück zum Corfu Palace Hotel.

Während ich es mir gemütlich machte und die Beine hochlegte, ging Marcel im Dunkeln noch einmal durch die menschenleeren Gassen. Nach ca. 1 Stunde kam er mit schönen Aufnahmen wieder zurück.

Wir ließen den Abend ausklingen. Den morgigen Tag wollten wir ganz entspannt angehen. Lange schlafen, ausspannen und in Ruhe frühstücken.