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Storchenroute Bislich

Gesamtlänge: 14 km
Wanderzeit: 3,5 bis 4 Std.

Die Storchenroute in Bislich ist ein ca. 14km langer Rundwanderweg und führt an acht potentiellen Storchennestern vorbei, die der Heimatverein, Bislicher Schüler und Privatpersonen aufgestellt haben. In diesem Jahr sind drei von den Nestern besetzt.Da Marcel jedoch heute keine Zeit zum Wandern hatte, zogen Carsten und ich alleine los. Das Auto wurde auf dem Parkplatz am Fähranleger „Keer Tröch“ geparkt, von dem wir kurze Zeit später den Einstieg zum Rundwanderweg erreichten.

Über eine asphaltierte Fahrradstraße gelangten wir zum ersten besetzten Storchennest „Hubertushäuschen“ und verpassten jedoch leider den Abzweig, der uns näher an die galanten Vögel heranbringen sollte. Statt am Deich, wanderten wir weiter auf dem Asphaltweg entlang. Wir konnten einen tollen Blick auf den Altarm des Rheins und das Hochwasser, dass die Wiesen Unterwasser gesetzt hatte, werfen. Ein schöner Einstieg.

Wir folgten weiter dem Weg geradeaus und erreichten kurze Zeit später das Storchennest am ehemaligen Forellenstübchen. Hier brütet seit 2013 das zweite Storchenpaar in Bislich.

Nachdem wir noch eine Weile auf dem Deich entlang gewandert sind, verließen wir diesen und folgten dem markierten Wanderweg nach links. Auf einer Bank genehmigten wir uns einen Schluck Wasser und liefen zwischen Wiesen und Wäldern weiter.

Durch eine Wohnsiedlung führte uns der Weg entlang einer alten Trasse der Straßenbahnlinie Wesel-Rees. Auf schmalen Pfaden gelangten wir zum Ellerdonksee, in dem man schwimmen kann. Bänke laden auch hier zum Verweilen ein.

Ein geschotteter Weg führte uns zurück auf den Asphalt. Wir bogen links ab und gelangten zu einer Landstraße (Bislicher Straße). Diese überquerten wir uns erreichten die Obstplantage Clostermann. Leider ist uns hier ein Fehler in unserer Wanderung unterlaufen, denn normalerweise hätten wir hier nach links auf die Plantage abbiegen müssen. Da wir das Schild übersehen hatten, wanderten wir weiter geradeaus und zwar für gute 2km. Irgendwann kam es uns merkwürdig vor, dass keine Schilder mehr zu entdecken waren und der Weg nur noch geradeaus führte. Also schaute ich mal aufs Handy, denn ein GPS oder eine Karte hatten wir heute nicht dabei. Bis ich die Datei auf dem Handy jedoch heruntergeladen hatte und wir uns diese ansehen könnte, verging einige Zeit. Zum Glück entdeckten wir dann jedoch, dass wir hier vollkommen falsch waren und uns nur noch weiter von unserem Startpunkt entfernten. Also zurück marschmarsch.

An der Obstplantage Clostermann bogen wir nun ab und folgten dem Pfad bis zum Neuhollandshof der Familie Clostermann. Dort erwarten den Besucher ein von der Familie Clostermann liebevoll eingerichtetes Teehaus und ein Hofladen, der die verschiedensten Bio- Produkte anbietet. Wir überlegten zuerst, einen kühles Getränk bzw. Kaffee zu uns zu nehmen. Da aber alles geschlossen aussah, gingen wir weiter.

Es erwartete uns jetzt wieder Apshalt und da wir schon gute 4km mehr in den Beinen hatten als geplant, kürzten wir jetzt ein wenig ab. Die Mittagssonne tat ihr übriges, so dass wir schnellstmöglich wieder zurück auf den Deich wollten.

An rotblühendem Klatschmohn vorbei, erreichten wir den Rheindeich. Am nicht besetzten Storchennest „Drögenkamp“ vorbei wanderten wir weiter.

Am Ende erwartete uns noch das Storchennest an der Kirchewoy. Dieses Storchenpärchen ist unberingt und brütet seit 2011 an dieser Stelle. Das Storchenpaar bleibt den Winter über in Bislich und hat hier bereits neun Jungstörche großgezogen. Hier befindet sich auch eine Storchenwebcam, über die ich die Aufzucht der Jungen in den letzten Wochen verfolgt habe. Endlich konnte ich die Tiere mal live sehen.

Nun war es nicht mehr weit bis zum Auto und ich konnte endlich meine Schuhe ausziehen. Man sollte niemals seine Wanderschuhe wechseln, wenn man nicht sicher ist, dass man sich darin keine Blasen läuft. Aua.

Ein schöner Rundwanderweg mit tollen Ausblicken, auch wenn der Asphalt nach 18km in den Füßen zu spüren ist.

Weitere Informationen und eine Übersichtkarte gibt es auf www.bislich.de.