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Etappe 9 – Von Hillesheim nach Gerolstein

Länge: ca. 20,5km
Dauer: ca. 5,5 Stunden
Anstiege: 445m
Abstiege: 483m

Unbedingt eine Taschenlampe für die Höhlen mitnehmen!

Geocaches entlang der 9. Etappe:

  • „Stadtmauer Hillesheim“ (GC23RHV) (Tradi)
  • „Tuffwand am Giesenheld“ (GC25JJG) (Earthcache)
  • „Buchenloch-Höhle“ (GC31084) (Earthcache)
  • „Buchenloch-Höhle (GC27X38) (Tradi)
  • „Geopfad Hillesheim 7. Beilstein (GC2GT4B) (Earthcache)
  • „Aussichtspunkt „Gerolsteiner Dolomiten“ (GC1MFV4) (Tradi)
  • „Die Kyll“ (GC2T5KH) (Earthcache)

Mit Sicherheit gibt es auch noch Multis, diese haben wir aufgrund der Kilometeranzahl außen vorgelassen.


Mit dem Auto ging es heute morgen nach Gerolstein. Dort parkten wir das Auto am Bahnhof und fuhren mit dem Zug nach Oberbettingen-Hillesheim. Von hier liefen wir ca. 3km nach Hillesheim und starteten die 9. Etappe des Eifelsteiges. Wir wanderten durch das Krimi-Städtchen Hillesheim an einem Sportplatz vorbei, zur alten Stadtmauer. Dort ließen wir es uns nicht nehmen,  kostenlos die alte Mauer zu besteigen und eine erste Aussicht zu genießen. Wirklich schön.

Von hier wanderten wir weiter zum „Bolsdorfer Tälchen“. An einem Weiher vorbei (an dem wir uns von Kindern Krabben zeigen lassen haben) verlief der Weg weiter entlang des „Barfusspfades“. Parallel zum Eifelsteig kann man nun seine Schuhe und Socken ausziehen und auf Kies, Steinen und Wiese entlanglaufen, sowie über Baumstämme balancieren. Wir folgten allerdings weiter dem normalen Weg. Nach einer kleinen Wanderung durch einen Buchenwald erreichten wir Bolsdorf.

In dem Cafe „Zum alten Backhaus“ kehrten wir ein und tranken eine Kleinigkeit. Von hier führte der Weg durch das Dorf. Auf einer geteerten Straße folgten wir dem Weg, vorbei an Kühen und weitläufigen Weideflächen nach unten. Um die Landstraße in Richtung Dohm zu überqueren, nahmen wir einen Tunnel, der unter der Straße hindurch läuft. Durch das Dörfchen Dohm gelangt man schnell. Wir machten vorher allerdings noch einen Cacheabstecher, da es in knapp 700 Metern einen Earthcache gab.

Wir gingen wieder bergab in Richtung Dohm und durchwanderten das Dörfchen. Wir liefen an der Kirche vorbei und mussten danach kurz eine Landstraße überqueren.

Wir gelangten auf einen Forstweg, auf dem es jetzt bergan ging. Unser Weg verlief durch Mischwald in Richtung „Beilstein“. Bei dem Beilstein handelt es sich um eine Basaltsäule. Diese hätten wir uns gerne angeschaut, fanden sie aber nicht. Wir folgten einem Weg, an dem das Schild „Beilstein“ zwar angebracht war aber keine Basaltsäule entdeckt werden konnte. So gingen wir wieder zurück auf unsere ursprüngliche Route.

Von hier aus wanderten wir nun eine Zeit lang auf einem Waldweg, der sich allerdings endlos zog. Es ging zwar einige Male auf und ab aber wir vermissten die Abwechslung.

Bald erreichten wir dann den Aussichtspunkt „Heimatblick“ auf dem Vulkan Wolfsbeutel, von dem wir einen weiten Blick ins Tal genießen konnten. Auf der Hochfläche gibt es eine Schutzhütte, einen Grillplatz und viele Sitzmöglichkeiten. Wir gingen noch einmal kurz vom Weg ab, zu einem kleinen Steinbruch. Dort lassen sich die verschiedenen Sedimentschichten des Vulkans erkennen.

Wir gingen nun auf einem kleinen Pfad bergauf in einen Wald hinein und gelangten schnell wieder aus dem Wald hinaus. Wir wanderten zuerst am Waldrand entlang und danach über eine Wiese. Von hier konnten wir schon die Kirchturmspitze von Roth erkennen. Auf einem Asphaltweg ging es hinab in die Richtung des Dörfchen.

Wir folgten nun den Schildern zu den „Mühlsteinhöhlen“. Durch einen Wald wanderten wir steil bergauf zum Vulkangipfel des „Rother Kopfes“ und einem Highlight dieser Tour; die Mühlsteinhöhlen. Die Höhlen werden auch Eishöhlen genannt, da die Temperatur dort meist unter dem Gefrierpunkt liegt. In den Höhlen wurden Mühlsteine aus dem vulkanischen Gestein hergestellt. Das Tolle ist, dass man die „Haupthöhle“ besichtigen kann (außer im Winter, dann dient sie Fledermäusen als Unterkunft). Wir hatten allerdings keine Taschenlampe dabei und mussten uns mit einem Blick ins Innere genügen.

Wir folgten dem Weg weiter zum höchsten Punkt des „Rother Kopf“. Oben angekommen genossen wir von einem Aussichtspunkt einen schönen Blick ins Tal und auf die umliegenden Vulkankegel und in eine riesige Lavagrube. Ein toller Pfad führte uns durch Ginstersträucher wieder hinab. Über eine Wiese wanderten wir weiter abwärts. Hier unterscheidet sich der offizielle Track des Eifelsteigs von den Schildern. Diese markieren den Weg nach unten schon etwas früher. Folgt man den Schildern, muss man nicht querfeldein über eine Wiese laufen, so wie es laut Track richtig wäre. Also Achtung.

Unten angekommen wanderten wir an einem Stausee vorbei. Auf einer Teerstraße ging es nun wieder bergauf zu einer Ferienanlage (Felsenhof).

Diese ließen wir hinter uns und folgten dem Weg über eine Wiese zu den imposanten Dolomitfelsen. Der Auberg, Munterley und der Hustley gehöhren zu den Gerolsteiner Dolomiten. Wir ließen es uns nicht nehmen, den Felsen zu besteigen. Von hier oben konnten wir Gerolstein schon erblicken. Der Fels ist allerdings schon ein wenig speckig, daher sollte man beim Hinauf- und Hinuntergehen achtgeben. Wir schossen ein paar schöne Fotos und gingen wieder hinab.

Auf einer Straße gelangten wir zu den ersten Häusern von Gerolstein. Wir liefen an einem kleinen Brunnen vorbei, überquerten eine Straße und folgten dem Schild „Munterley“. An mächtigen Felsen vorbei, wanderten wir  auf einem Pfad weiter durch den schönen Wald. Serpentinenartig stiegen wir bergauf und erreichten schon bald den Aussichtpunkt „Munterley“.

Wir wanderten nun wieder etwas abwärts zu dem nächsten Höhlen-Highlight; der Buchenlochhöhle. Auch diese Höhle kann besucht werden. Während Marcel sich die Höhle von innen ansah, wartete ich draußen. Innen war es nämlich ziemlich kalt (um die 8°C). Die Buchenloch-Höhle hat mir noch besser gefallen als die Mühlsteinhöhle. Allein der Eingang war schon viel imposanter und auch im Innern staunten wir nicht schlecht.

Wir wanderten weiter, an den Felsen vorbei, durch den Wald und gelangten bald zu einem weiteren Aussichtpunkt. Wieder erwartete uns ein toller Blick über die Vulkaneifel.

Wir folgten dem Weg bergab durch den Wald. Über eine Wiese gelangten wir zur „Papenkaule“ – einem eingefallenen Vulkankrater, in dem sich aufgrund des wasserdurchlässigen Bodens kein Kratersee bilden kann.

Wir liefen weiter bergabwärts Richtung Gerolstein. Serpentinenartig gelangten wir bald zu den mächtigen Felsen der Hustley (An denen man mit Erlaubnis auch klettern darf). Wir folgten jedoch den Schildern weiter nach unten.

Nach ca. 7 Stunden und knapp 26km erreichten wir Gerolstein. An einer Landstraße liefen wir zum Bahnhof, holten das Auto und gingen kurz einkaufen. Danach kehrten wir in einem Bistro in der Innenstadt ein. Dort gab es wirklich sehr leckere Pizza. Die hatten wir uns nach der heutigen Wanderung auch verdient. Wir fuhren von dort zu einem Parkplatz und verbrachten die Nacht im Auto.