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Etappe 4 – Von Paramonas nach Strongili

Gesamtlänge: 10 km
Wanderzeit: ca. 2,5 – 3 Std.
Höhenprofil Etappe 4

Nach einer erholsamen Nacht und einem tollen Frühstück auf dem Balkon des Apartments, widmeten wir uns der 4. und 5 Etappe des Corfu-Trails. Da wir jedoch nicht zurück bis Paramonas wollten, kürzten wir ein wenig ab. Wir packten in Ruhe die Sachen zusammen, machten noch ein paar Fotos vom Apartment „Ammos Bay“ und brachen auf.

Ein Taxi holte uns um 09:30 Uhr ab und brachte uns nach Kato Pavliana. Durch dieses Dorf verläuft der Korfu-Trail. So fehlten uns auf dieser Etappe ca. 3km und die Aussicht auf eine pflanzliche Naturgrotte. Wir starteten an den Briefkästen des Dörfchen.

Direkt dorthinter verlief ein asphaltierter Weg abwärts. 3 kläffende Hunde erwarteten uns am Ende des Weges und ein großes Fragezeichen. Laut Wanderführer und GPS-Track sollte hier ein Weg weitergegehen. Doch wir sahen keinen. Nur hohes Gras. Wir gingen daher noch einmal hinauf zu den Briefkästen, da wir dachten, wir hätten uns verlaufen, doch es gab nur diese eine Möglichkeit. Nach kurzer Diskussion, in der sich auch die Hunde einmischten, marschierte ich einfach durch das hohe Gras, um zu schauen, ob es ein paar Meter einen erkennbaren Pfad gegen würde. Dieser tauchte tatsächlich auf, dahinter mussten wir jedoch erneut durch hohes Gras und dabei aufpassen, dass wir in keines der schlammigen Löcher traten. Der Weg war wohl in letzter Zeit nicht so häufig begangen…

Wir folgten dem „Weg“ weiter abwärts, bis wir eine Asphaltstraße erreichten. Dieser Straße folgten wir bis wir die das Dorf Vounitades erreichten. Wir liefen durch das beschauliche Dörfchen und folgten dem Korfu-Trail Schild hinunter auf einen schön gepflasterten Weg. Auch hier hatten wir erneut ein Wegfindungsproblem. Dabei war es dank Wanderführer eigentlich gar nicht so schwer. Der GPS-Track-Verlauf war nicht genau zu erkennen, die Beschreibung aber eindeutig, was ich jedoch erst hinterhersah. Man folgte diesem Fußweg bis zum Ende, dort stößt man auf eine Asphaltestraße, auf der man links hinab wandert. Wir hingegen nahmen einen anderen Weg, gelangten jedoch trotzdem auf den richtigen Trail.

Wir folgten dem Weg geradeaus. Zuerst velief dieser auf einer Asphaltstraße, die später in einen Schotterpiste überging. Zwischen Olivenbäumen hindurch, vergaßen wir das Problem mit der heutigen Wegfingung schnell wieder.

Über eine Brücke, auf der sich ein Bildstock befand, gingen wir hinüber. Die Schotterpiste verlief nun ein wenig bergauf. Zwischen saftiggrünen Wiesen und blühenden Ginsterbüschen, gelangten wir auf ein offenes Gelände. Wir befanden uns mitten in einem Tal, umringt von den Bergen.

Da es in der Nacht stark geregnet hatte, galt es auch heute wieder, die großen Wasserpfützen gekonnt zu überwinden und keine nassen Füße zu bekommen. Gar nicht so einfach. Zum Glück gab es davon heute nicht allzuviele und wir konnten entspannt weiter wandern.

Wieder gelangten wir in herrliche Olivenwälder. An diesen kann man sich einfach nicht satt sehen. Steil bergauf gehend, konnten wir tolle Blicke von der offenen Landschaft genießen.

Der Weg führte nun hinab bis nach Strongili, wo wir auf einer Asphaltstraße schnell die ersten Häuser des Dorfes erreichten. An der Dorfkirche endete die 4. Etappe des Wanderweges, jedoch noch nicht unser heutiger Tag.