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Etappe 2: Von Lefkimmi nach Agios Georgios

Gesamtlänge: 16 km
Wanderzeit: ca. 3 – 4 Std.
Höhenprofil Etappe 2

Am nächsten Morgen standen wir früh auf. Heute stand die Königsetappe von 30km auf dem Programm, daher mussten wir natürlich zeitig los. In der Nacht hatte es geregnet und so war das Wetter am heutigen Tag leider ziemlich zugezogen. Wir hofften, dass es nicht anfangen würde zu regnen. Mit einem letzten Blick aus dem Apartment, machten wir uns fertig und zogen los.

Von der Unterkunft ging es bergab hinab auf die Hauptstraße. Der Track begann etwas 500m vom Apartment entfernt. Wir folgten dem Wanderweg zuerst auf einem Betonweg, später auf einer Schotterpiste aufwärts. Immer wieder konnten wir tolle Blicke auf das Meer erhaschen. Ein wirklich schöner Wegabschnitt.

Weiter aufwärts durch blühenden Ginster und saftige, grüne Sträucher folgten wir dem Weg, bis wir die Anhöhe erreichten. Von hier oben konnten wir bereits die Berge und den Korrission See erkennen.

Doch zuerst mussten wir wieder hinab zum Strand. Auf einem steilen Weg ging es abwärts. Vorsicht war hier geboten, denn ein Erdrutsch hatte den Weg teilweise weggespült. Über Büsche stiegen wir schnell an der gefährlichen Stelle vorbei und gelangten hinunter zum Strand. Da glücklicherweise die Wellen heute nicht sehr hoch waren, konnten wir den 500m langen Weg bis nach Santa Barbara gut am Strand entlangwandern. Auch heute kamen die Felswände wieder bedrohlich nah aber wir wurden nicht nass.

Am Ende jedoch tat sich erneut ein Problem auf. An der Taverne gab es keinen Strand mehr, sondern nur noch Felsen. Diese kleine Passage musste daher überwunden werden. Wären die Wellen höher gewesen, wären wir hier nicht weiter gekommen. Wir hatten jedoch Glück. Über die Steine kletterten wir hinüber und standen in dem verlassenen Örtchen Santa Barbara.

Vor einer verschlossenen Taverne setzten wir uns auf eine Bank und frühstückten. Das Wetter war heute ungemütlich und am Strand wirklich kühl. Der Wanderweg führte weiter am Strand entlang. Wir kamen den Felswänden wieder bedrohlich nahe und so recht wussten wir nicht, ob wir an den weiter hinten liegenden Steinen überhaupt weiterkommen würden. Doch im Wanderführer stand, dass es hier einen stark ausgewaschenen Weg hinauf und somit weg vom Strand geben sollte. Hoffentlich fanden wir diesen auch…

Auch heute reichte das Wasser bis an die Steilklippen heran. Aber da ich die Schuhe ausgezogen hatte, blieben diese trocken. Allerdings fehlte die Sonne zum Trocknen des Sandes.

Wir entdeckten den Pfad hinauf kurz vor den Steinen. Ich zog die Schuhe wieder an. Steil hinauf folgten wir dem Weg. Oben angekommen hatten wir einen schönen Blick auf unter uns liegenden Strandabschnitt.

Der Asphaltstraße folgend, wanderten wir nun zu unserem Etappenziel: Agios Georgios. Im Sommer scheint diese Stadt ein Touristenmagnet zu sein. Zahlreiche Apartments, Hotels und Geschäfte befinden sich hier. Heute hatte jedoch keines davon geöffnet. Wir wanderten erneut durch eine verlassene Geisterstadt.

Vor der Kirche in Agios Georgios endete die zweite Etappe. Wir aßen und tranken erneut eine Kleinigkeit und rasteten. Aufgrund des unruhigen Wetters und immer wieder fallenden Regentropfen, zog sich diese Pause jedoch nicht lange. Dabei hätten sich meine Füße über eine ausgiebige Rast sehr gefreut.