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Etappe 14 – Von Bruch nach Kordel

Gesamtlänge: 27 km
Wanderzeit: 7 Std.
Aufstiege: 470 m
Abstiege: 520 m

Geocaches entlang der Etappe:

  • „Säubrenner Runde # 129“ (GC35PE4) (Tradi)
  • „Säubrenner Runde # 130“ (GC35PED) (Tradi)
  • „Wanderparkplatz Gladbach“ (GC3EDQX) (Tradi)
  • „CD/DVD-trade Rothaus“ (GC20A0B) (Tradi)
  • „Pferdetränke“ (GC2V5GQ) (Tradi)

Teil 1

Die Etappe von Bruch nach Kordel ist mit Abstand die längste Strecke auf dem Eifelsteig. 27km erwarteten uns. Da wir jedoch schon vorher 5km von Landscheid nach Bruch gewandert waren, entschieden wir uns, die Etappe zu splitten und in Zemmer die Nacht zu verbringen.

Von Bruch führte der Weg über eine Brücke. Nach kurzer Zeit folgten wir dem Weg nach links und wanderten über einen Wiesenpfad sanft bergan. An einer Bank nahe dem Fluss legten wir eine Rast ein und genossen den Blick auf Bruch.

Danach folgten wir dem Weg weiter leicht aufwärts. Der Eifelsteig führte uns zur Burg Bruch, die sich im Privatbesitz befindet und nicht frei zugänglich ist.

Wir wanderten weiter auf einem schmalen Pfad an der Landstraße entlang. ca. 1km weiter gingen wir in den Wald hinein. Auf einem kaum erkennbaren Weg stiegen wir bergan.

Ein schöner Singletrail führte uns hinab zu einer weiteren Straße, die wir erneut überquerten. Der Eifelsteig ging auf einem urigen Weg an einem kleinen Flüsschen entlang. Hat uns gut gefallen. Leider fing es nun leicht an zu regnen. Aber der Wald bot uns Schutz. Der Nieselregen dauerte zum Glück auch nicht lange an.

Immer weiter ging der Weg hinab, bis wir aus dem Wald austraten und den Ort Gladbach erreichten. Wir durchwanderten das beschauliche Örtchen und folgten dem Weg über eine Straße wieder bergauf.

Wir gelangten erneut in den Wald hinein und gingen bergauf bis zu einer Anhöhe. An einem Kreuz führte der Weg nach links weiter im Wald entlang.

Kurze Zeit später befanden wir uns auf einen Forstweg. Die Sonne brannte und wir sehnten uns nach dem kühlen Wald. Doch nun mussten wir erstmal eine zeitlang zwischen Kornfeldern entlang des Weges laufen.

Wir erreichten den Ort Greverath und wanderten durch ihn hindurch.

Über eine Straße ging es bergaufwärts. Auf den schönen Liegestühlen, die immer wieder entlang des Eifelsteiges zu finden sind, legten wir erneut eine Rast ein. Danach folgten wir der Straße weiter bergaufwärts. Am kleinen Friedhof vorbei folgten wir den Eifelsteigschildern und dem Wegweiser „Zum Steinesseberchen“.

Kurze Zeit später betraten wir wieder den Wald und wanderten entlang des breiten Weges. Der Weg Richtung Zemmer verlief und ohne größere Anstrengungen.

Kurz vor dem Austritt aus dem Wald nahm ich Pommes-Geruch wahr und wies Marcel mal darauf hin. Vollkommen überzeugt, einen Sonnenstich oder Wanderstich erlitten zu haben, sagte er mir, dass er genau dasselbe wahrnahm. Nach einem kurzen Lachanfall erklärten wir uns für verrückt und gingen weiter des Weges. Der Waldweg führte bald aus dem Wald heraus und wir standen gegenüber des Gasthauses „Rothaus“. Grinsend standen wir nun dort und waren froh, doch nicht an Wahnvorstellungen zu leiden. Da es von hier nur noch ca. 2,5km bis Zemmer waren, kehrten wir in der Gaststätte ein und aßen einen Happen. Marcel kam hier auch in den Genuss des Getränkes Viez, dass seinen Geschmacksnerven zu Folge wie Autoreifen schmeckte. Lächelnd

Nach dem guten und günstigen Essen wanderten wir weiter zu unserem heutigen Endpunkt Zemmer. Unsere Pension Denis an der Kreuzfelder Str. 15 lag nicht weit vom Eifelsteig entfernt. Für 47€ / 2 Personen im Doppelzimmer übernachteten wir in einer doch sehr… rustikalen… Pension Zwinkernd. Weder der Fernseher, noch das heiße Wasser funktionierten. Aber immerhin war das Zimmer groß und wir hatten unser eigenes Badezimmer. Zudem waren wir sowieso schon ziemlich kaputt und froh, überhaupt ein Bett gefunden zu haben. In Zemmer scheint diese Pension nämlich die einzige zu sein.


Teil 2

Am Morgen machten wir uns fertig und wollten spätestens um 08:00 Uhr mit dem Frühstück in der Pension fertig sein. Heute erwarteten uns mindestens 33km Wanderstrecke und die brauchen ihre Zeit. Als wir um 07:00 Uhr unten ankamen, sahen wir jedoch keinen gedeckten Frühstückstisch. Marcel suchte nach dem Inhaber und fand ihn auch. Dieser sagte uns jedoch, dass er gedacht hatte, wir wollten kein Frühstück. Hm… er bot uns an, dieses noch zu machen aber wir fragten stattdessen lieber, wo der nächste Bäcker sei. Da dieser nur ein paar Kilometer weiter im nächsten Dorf war, verzichteten wir auf das hiesige Frühstück und zogen los.

Der Weg aus Zemmer raus verlief auf einem Feldweg entlang. Wir liefen ein kleines Stück auf der Straße und bogen dann auf einem Forstweg in den Wald hinein. Dort konnten wir ein paar Hirsche beobachteten, die ganz nah am Waldrand standen. Bevor wir jedoch die Kamera richtig positionieren konnten, waren sie auch schon wieder weg. Das erste Mal Hirsche gesehen. Klasse.

Wir wanderten weiter durch den Wald und kamen zu einer alten Pferdetränke. Sie wurde zur Versorgung der Armeepferde von Soldaten um 1940 erbaut. Wir traten ein Stück weiter aus dem Wald heraus und erreichten die Stadt Rodt. Dort lag auch das „Cafe am Eifelsteig“. Hier kehrten wir ein und frühstückten in Ruhe. Dies war auch die richtige Entscheidung gewesen. Ein nettes Cafe erwartete uns. Wir bekamen ein leckeres Frühstück. Sehr zu empfehlen.

Nach dem Frühstück folgten wir weiter dem Weg. Wir wanderten eine Teerstraße hinab und überquerten eine Landstraße, danach ging es über ein Feld immer weiter bergab.

Wir gelangten in ein kleines Waldstück und folgten auch diesem weiter bergab bis zu einer Straße.

Wir überquerten die Straße, wanderten auf einem Teerweg an einem Firmengelände vorbei und gingen über eine Brücke wieder in den Wald hinein. Hier wussten wir das erste Mal nicht, welchen Weg wir nehmen sollten. Der Wanderführer sagte ganz eindeutig, dass wir den ersten Weg nach Rechts nehmen sollten. Dieser führte bergauf. Wir gingen ein Stück, stellten dann aber fest, dass der Track überhaupt nicht hierher verlief. Daher kehrten wir wieder um und folgten nun dem Track. Wir sahen keine Eifelsteigzeichen mehr und waren ziemlich unsicher, ob wir denn jetzt hier richtig waren. Nach ein paar Metern entdeckten wir allerdings den Wanderweg wieder und gingen mit den Zeichen steil bergauf den Hang hinauf. Ein schöner kleiner Wanderpfad.

Um das Verlaufen zu vermeiden, sollte man direkt nach der Brücke die Augen offen halten. Mit Sprühfarbe wurde der Pfeil auf dem Boden angebracht. Wir haben gedacht, dass dies nicht zum Eifelsteig gehört und ignorierten den Hinweis. Auf der anderen Seite war jedoch zu erkennen, dass man nach der Brücke hätte direkt links abbiegen müssen.

Immer wieder kamen wir aus dem Hang hinaus wieder auf den parallel liegenden Teerweg. Wir blieben jedoch nicht lange auf diesem Weg, sondern gingen erneut in den Hang. Diesmal allerdings nur moderat bergan. Ein wirklich schöner Trail. Der schmale Pfad zieht sich im Hang entlang und erst am Ende geht es zur Sache. Da mussten wir ordentlich bergauf gehen und kamen ganz schön ins Schwitzen.

Vorbei an Felsen führte der Weg weiter den Wald entlang.

Kurze Zeit später traten wir aus dem Wald hinaus und liefen am Waldesrand entlang. Wir befanden uns kurz vor Kordel und liefen einen schmalen Weg oberhalb entlang. An einem Aussichtspunkt konnten wir einen Ausblick auf die Stadt erhaschen und ein wenig Pause machen.

Der Track führte nun noch eine ganze Zeit oberhalb der Stadt entlang und wir entfernten uns wieder von ihr. Auf dem Aussichtspunkt, auf dem Marcel stand, mussten wir gleich unterhalb entlanglaufen. Daher gingen wir nun eine ganze Zeit im Wald bergab.

Wir erreichten schon bald das Tal und folgten dem Weg weiter. An einer großen Höhle liefen wir vorbei; weiter in Richtung Kordel.

Die Steinwand ist mit ihren bunten Farben richtig schön anzuschauen. Stundenlang hätten wir hier Fotos machen können. Doch wir hatten noch einen langen Weg vor uns.

Wir wanderten weiter bis zu dem Aussichtspunkt „Kaulay“, auf dem Marcel noch eben stand.

Von hier aus gelangten wir in kurzer Zeit bis nach Kordel und beendeten die 14. Etappe. Dort fanden wir auch endlich mal einen Supermarkt, in dem wir etwas zu trinken kaufen konnten. Wir hatten zwar noch genug dabei aber gegen eine kalte Coke hatten wir beide nichts einzuwenden.